SK Hynix Aktie: Sondierungsgespräche mit Intel über Ohio-Werk

SK Hynix lotet US-Partnerschaften für Speicherchips aus, startet einen Venture-Arm und investiert 54 Billionen Won in Südkorea.

Die Kernpunkte:
  • Aktie legt um 6,4 Prozent zu
  • US-Fertigung mit Intel wird geprüft
  • Neue Venture-Marke bündelt KI-Investitionen
  • 54 Billionen Won für Heimatmarkt

Mit einem Kurssprung von 6,4 % auf 1.857.000,00 KRW ging die Aktie von SK Hynix am Freitag aus dem Handel. Medienberichten zufolge prüft die Konzerntochter Solidigm den Bau einer Fabrik für NAND-Flash-Speicher im US-Bundesstaat New York. Zusätzlichen Rückenwind erhielt der Technologiesektor durch sinkende Ölpreise sowie nachgebende Renditen von US-Staatsanleihen.

Gespräche über Fertigung in den USA

Laut Reuters führt SK Hynix zudem erste Sondierungsgespräche mit Intel über eine Halbleiterfertigung in den USA. Gegenstand der Erwägungen sind eine Nutzung von Teilen des geplanten Intel-Werks im Bundesstaat Ohio oder ein Gemeinschaftsunternehmen mit großen Cloud-Anbietern. Für den südkoreanischen Konzern wäre dies der erste Schritt zu einer eigenen Chipfertigung auf US-Boden.

SK Hynix bestätigte die Suche nach Optionen zur Stärkung der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit sowie laufende Gespräche über US-Partnerschaften im Speicherbereich. Das Unternehmen betonte jedoch zugleich, dass bislang weder eine konkrete Struktur noch ein endgültiger Vertrag existieren.

Neuer Venture-Arm und Klarstellung zu Japan

Parallel zu den US-Plänen baut das Unternehmen seine Präsenz im Innovationsumfeld aus. Am Freitag startete der Konzern seine Corporate-Venture-Capital-Marke „SK hynix Ventures“, um Investitionen und Partnerschaften im globalen Ökosystem für künstliche Intelligenz zu bündeln.

Zum ersten „SK hynix Ventures Day“ reiste CEO Kwak Noh-Jung gemeinsam mit weiteren Führungskräften ins Silicon Valley, um sich mit Vertretern von Risikokapitalgesellschaften und Start-ups auszutauschen.

Am selben Tag bezog SK Hynix in einer Pflichtmitteilung an die Börse in Seoul Stellung zu Spekulationen über eine Expansion nach Japan. Das Unternehmen stellte klar, dass man zwar fortlaufend zusätzliche Produktionsstandorte prüfe, eine Entscheidung über den Bau einer Halbleiterfabrik in Japan zum Berichtszeitpunkt jedoch nicht getroffen worden sei.

Hohe Inlandsinvestitionen und Aktienrückkäufe

Die internationalen Pläne ergänzen das massive Ausbauprogramm im Heimatmarkt. Am 7. August kündigte SK Hynix Investitionen von 54 Billionen Koreanischen Won für zwei neue Fertigungskomplexe an. Davon fließen 35,2 Billionen Won in das Werk „Y2“ in Yongin und 19,1 Billionen Won in die Anlage „M17“ in Cheongju.

Für die Aktionäre setzt das Management parallel auf umfangreiche Ausschüttungen. Der Verwaltungsrat beschloss im August den Rückkauf und die vollständige Einziehung eigener Aktien im Volumen von 40 Billionen Won für den Zeitraum 2025 bis 2027. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie von SK Hynix ein Plus von 186 %.

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