SK Hynix Aktie: Verdreifachung bis 2034 geplant
SK Hynix treibt KI-getriebene Expansion voran und strebt eine Verdreifachung der Produktion bis 2034 an.

- Produktionsausbau um mehr als ein Jahrzehnt vorgezogen
- Vier neue Chipfabriken in Südkorea geplant
- Technologiepartnerschaft mit NVIDIA für KI-Speicher
- US-Börsengang mit Milliardenpotenzial angestrebt
SK Hynix will seinen Produktionsumfang bis 2034 verdreifachen — und zieht damit einen ursprünglich für 2045 geplanten Ausbau um mehr als ein Jahrzehnt vor. Der südkoreanische Speicherchiphersteller reagiert damit auf die explodierende Nachfrage aus dem KI-Sektor.
Vier neue Fabriken, ein klares Ziel
Chairman Chey Tae-won kündigte an, die Wafer-Produktionskapazität innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln. Der nächste Schritt danach: eine Verdreifachung bis 2034. Aktuell baut SK Hynix vier neue Chipfabriken in Südkorea. Die erste Phase soll bereits nächstes Jahr in Betrieb gehen.
Das Unternehmen ist bereits heute der zweitgrößte DRAM-Anbieter weltweit mit einem Marktanteil von 33 Prozent. Bei NAND-Speicher hält SK Hynix 21 Prozent des Marktes.
NVIDIA-Partnerschaft als strategischer Anker
Den Kapazitätsausbau flankiert eine mehrjährige Technologiepartnerschaft mit NVIDIA. Gemeinsam entwickeln beide Unternehmen Speicherlösungen der nächsten Generation — für NVIDIA-Plattformen wie Vera Rubin AI-Supercomputer, RTX Spark-PCs und die robotischen Jetson-Thor-Systeme. SK Hynix nutzt dabei NVIDIA CUDA-X-Bibliotheken, um eigene Fertigungsprozesse durch digitale Zwillinge zu optimieren.
US-Börsengang rückt näher
Parallel dazu treibt SK Hynix Pläne für ein US-Listing voran. Bereits im März reichte das Unternehmen vertraulich einen Antrag bei der SEC ein. Berichten zufolge könnte die Behörde den Antrag in der Woche ab dem 22. Juni prüfen. Frühestens ab August 2026 könnten American Depositary Receipts an einer US-Börse gehandelt werden. Das Fundraising-Potenzial wird auf bis zu 14 Milliarden Dollar geschätzt. Investoren sollen bislang äußerst positiv reagiert haben.
Die Aktie spiegelt die Dynamik wider: Seit Jahresbeginn hat sie mehr als 210 Prozent zugelegt und notiert rund 36 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Am Donnerstag stieg der Kurs auf 2.101.000 KRW — ein Plus von knapp 2,6 Prozent gegenüber dem Vortag.
Das SEC-Prüfungsfenster Ende Juni dürfte zum nächsten Kurstreiber werden — sofern das Listing-Verfahren planmäßig voranschreitet.
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