SK Hynix Aktie: Weltraum-Test gestartet?

Orbitversuche prüfen die Zuverlässigkeit von DRAM und UFS; Gespräche mit AMD über HBM4 führten noch zu keinem Liefervertrag.

Die Kernpunkte:
  • DRAM- und UFS-Chips im Orbit
  • HBM4-Gespräche mit AMD ohne Vertrag
  • SK Hynix reicht US-Feststellungsklage ein
  • Drei Entschädigungsanträge zu Icheon

Der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix erprobt seine Halbleitertechnologie im Weltraum. DRAM- und UFS-Produkte des Unternehmens befinden sich an Bord eines südkoreanischen Satelliten, der nach dem fünften Start der Nuri-Trägerrakete für Tests in der Erdumlaufbahn eingesetzt wird. Die Erprobung im Orbit soll die Zuverlässigkeit der Speicherkomponenten unter den extremen Bedingungen des Weltalls demonstrieren.

Kooperationsgespräche mit AMD über HBM4

Parallel zu den technologischen Tests treibt das Management die Initiativen im Markt für Künstliche Intelligenz voran. Am Mittwoch traf die Unternehmensführung in Südkorea mit AMD-Chefin Lisa Su zusammen, um über eine Zusammenarbeit im Bereich von KI-Halbleitern zu beraten.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand die künftige Belieferung mit HBM4-Speichermodulen. Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem Treffen um Beratungen über eine mögliche Kooperation, während ein fester Liefervertrag noch nicht vereinbart wurde.

Der Speichermarkt sah sich in dieser Woche zeitweise Verunsicherungen ausgesetzt. Pläne von Toshiba, die Produktionskapazitäten für Festplatten bis zum Geschäftsjahr 2027 im Vergleich zum Niveau des Geschäftsjahres 2025 etwa zu verdoppeln, hatten Sorgen über das zukünftige Angebot bei Rechenzentren ausgelöst.

Die Analysten von Cantor Fitzgerald bezeichneten die daraus resultierenden Kursverluste bei Speicherwerten jedoch als überzogen und verwiesen darauf, dass die Kapazitätserweiterung kurzfristig nur begrenzte Auswirkungen auf die Branche haben dürfte.

Rechtliche Schritte und operative Entwicklungen

An der juristischen Front ergreift der Halbleiterkonzern die Initiative. Am Donnerstag reichten SK Hynix und die Tochtergesellschaft SK Hynix America in den USA eine Feststellungsklage gegen Longhorn IP LLC sowie Mago Barca IP LLC in einem Patentverfahren ein. Mit dem Schritt begehrt der Chiphersteller gerichtliche Klarheit über die Schutzrechte im US-Markt.

Zusätzlich wurden am Mittwoch behördliche Vorgänge im Heimatmarkt bekannt. Bei der staatlichen Agentur für Arbeiterentschädigung und Fürsorge in Südkorea gingen drei Anträge auf Entschädigung für Berufskrankheiten ein, die in Verbindung mit Tätigkeiten im Werk Icheon stehen. SK Hynix erklärte in diesem Zusammenhang, mit den Untersuchungen der Behörden zu kooperieren.

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