SLM Solutions unter den Erwartungen, aber Umsatzwachstum

Der 3D-Metalldrucker-Hersteller SLM Solutions Group konnte seine im Dezember korrigierte Prognose übertreffen, blieb aber trotzdem in 2016 hinter den Erwartungen zurück.

Nach vorläufigen Zahlen ist der Konzernumsatz gegenüber 2015 um 22 % gestiegen. Es stand ein Wert von 80,70 Mio. Euro gegen 66,13 Mio. Euro in den Büchern. Die gesenkten Prognosen von Dezember hatten bei 75 bis 80 Mio. Euro gelegen und wurden somit leicht übertroffen. Die Konzernspitze hatte die Senkung der Prognose im Dezember auf die gescheiterten Übernahmeverhandlungen mit General Electric zurückgeführt. "Die ursprünglich Anfang 2016 abgegebene Prognose musste aufgrund der veränderten Dynamik im Marktumfeld reduziert werden", ließ das Unternehmen verlauten.

SLM hat mehr Aufträge für Maschinen

86,3 % der Umsätze entfielen auf das Kerngeschäft, also den Verkauf von Laserschmelzanlagen. Weitere 13,7 % entfielen auf das Segment „After Sales“, in welchem Serviceumsätze, Ersatzteilverkäufe und Handelswarenverkäufe zusammengefasst werden. Im letzten Jahr bekam SLM Solutions Aufträge für 130 Maschinen, das sind 28 mehr als noch im Vorjahr. Der Wert der Bestellungen belief sich auf knapp 80 Mio. Euro und konnte aufgrund des größeren Produktmix stärker steigen als die Zahl der bestellten Maschinen.

Ein Jahr von außerordentlichen Ereignissen

Finanzchef Uwe Bögershausen sprach von einem besonderen Jahr: "2016 war von außerordentlichen Ereignissen geprägt und blieb letztlich unter unseren Erwartungen." Ende Januar hatte sich SLM Solutions Group überraschend vom Vorstandsvorsitzenden Markus Rechlin getrennt. Der Grund hierfür lag in unterschiedliche Vorstellungen zur Firmenpolitik, wie es damals hieß.

Stärkeres Wachstum in 2017

Das Unternehmen aus Lübeck erwartet im laufenden Jahr eine Rückkehr zum starken Wachstum der Vorjahre, sagte Vorstand Henner Schöneborn. „Mit unserer Multi-Laser-Technologie sind wir weiterhin sehr gut im Markt positioniert." Die Kosten und das Umsatzwachstum sollen dabei "in einem gesunden Verhältnis" liegen. Die vollständige Bilanz ist am 30. März zu erwarten.

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