SMA Solar: Die Aufholjagd hat begonnen!

Die Papiere des Solarmodulherstellers SMA Solar erfreuen sich heute einer regen Nachfrage. Seit Börsenbeginn legten die Papiere des Unternehmens bereits um mehr als zehn Prozent zu. Damit ist das Jahreshoch bei 36,40 Euro nicht mehr allzu weit entfernt.

 

© SMA Solar
© SMA Solar

Den Marktteilnehmern hierzulande ist dabei noch gut in Erinnerung, dass auch SMA Solar unter dem Druck in der deutschen Solarindustrie zu leiden hatte. Ein hartes Sparprogramm zur Kostensenkung war die Folge, die ersten Ergebnisse daraus wurden bereits jetzt mit Vorlage der Zahlen für das 1. Halbjahr deutlich.

 

Auslandsumsätze ziehen an

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres steigerte SMA Solar den Umsatz um 26% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 429,3 Mio. Euro. Besonders die Sparte der solaren Großkraftwerke erwies sich dabei als Wachstumstreiber. Der Anteil an Umsätzen die im Ausland erzielt wurden stieg dabei von 73,4% auf 87,2%. Besonders gut lief das Geschäft dabei in Nordamerika, Japan, Großbritannien und Australien.

Neben den gestiegenen Absatzzahlen wirkten sich sowohl positive Währungseffekte als auch die reduzierten Fixkosten positiv auf das EBITDA aus. Hier ging es von zuvor -17,0 Mio. Euro deutlich auf 21,3 Mio. Euro aufwärts. Das EBIT nach -62,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum jetzt bei -14,9 Mio. Euro. Die entsprechende Marge stieg von -18,3% auf -3,5%. Deutlich verbessert werden konnte auch das Konzernergebnis. Nach -44,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum erreichte SMA Solar jetzt hier ein Ergebnis von -21,4 Mio. Euro.

 

Brutto-Cashflow trotz Belastungen verbessert

Obwohl besonders Abfindungszahlungen im Zuge des Stellenabbaus als Belastung wirkten, konnte SMA Solar den Brutto-Cashflow weiter verbessern. Dieser stieg von zuvor -41,7 Mio. Euro auf -5,1 Mio. Euro. Die Nettoliquidität sank leicht von 225,4 Mio. Euro per Ende Dezember auf 211 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote wurde von 46,8% auf 47,2% weiter verbessert.

 

SMA Solar bestätigt den Ausblick

Erst im letzten Monat überraschte der Vorstand den Markt mit einer Erhöhung der Umsatz- und Ergebnisprognose. An dieser hält der Konzern weiterhin fest. So wird ein Umsatz im gesamten Geschäftsjahr von 800 bis 850 Mio. Euro erwartet, wobei bereits 80% hiervon durch den Umsatz im 1. Halbjahr und den anhaltend hohen Auftragsbestand gedeckt sind. Zugleich erwartet SMA Solar im besten Fall ein ausgeglichenes operatives Ergebnis. Für den schlechtesten Fall könnte dieses bei einem Verlust von 25 Mio. Euro liegen. Der Konzern hat es sich zum Ziel gesetzt, bis Ende dieses Jahres die Fixkosten um 160 Mio. Euro zu reduzieren. Daraus resultierend soll der frei verfügbare Cashflow im positiven Bereich angesiedelt sein.

Die Strategie scheint zu wirken. Auch das Geschäftsmodell von SMA Solar lässt den Konzern im weiterhin hart umkämpften Markt gut dastehen. Hier zahlt sich aus, dass man nicht nur auf Erlöse aus Zulieferungen für den Bau von Solarkraftwerken setzt. Mit dem zweiten Standbein, der Speicherung von Solarenergie, kann SMA Solar darüber hinaus auf Kooperationen mit vielen namhaften Batterieherstellern verweisen.

 

Steht eine erneute Korrektur bevor?

Die Börse reagierte mit Begeisterung. Nach Erreichen eines neuen Jahreshoch Mitte Juli folgten Gewinnmitnahmen. Mit Ende dieser Konsolidierungsphase pendelte der Kurs in der Folge zwischen 30,00 bis 32,00 Euro.

150813 SMA Solar

Mit dem heutigen starken Kursanstieg könnte dementsprechend ein neuer Angriff auf das Jahreshoch erfolgen. Allerdings ist auch damit zu rechnen, dass der eine oder andere Anleger seine Gewinne sofort wieder einsackt.

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