SMA Solar: Kann man mit diesem neuen Produkt punkten?

Wie gewonnen, so zerronnen. Diese vorläufige Bilanz für das bisherige Börsenjahr muss der Solar-Zulieferer SMA Solar ziehen. Hatte die Aktie angesichts guter zurückliegender Zahlen und eines optimistischen Ausblicks in der ersten Jahreshälfte kräftig zulegen können, wurden diese Gewinne in der zweiten Jahreshälfte inzwischen komplett wieder vom Tisch genommen.

Mehr noch: Auf 12-Monats-Sicht notiert die Aktie sogar mit einer negativen Performance.

Wie SMA Solar die Konkurrenz kontern will?

Die Gründe sind schnell gefunden. Denn Überlegungen im wichtigsten Markt China, den Ausbau der Fotovoltaik zu begrenzen, sorgt regelmäßig für Bedenken, dass chinesische Anbieter nun auf Europa ausweichen und damit neuer Preisdruck aufgebaut wird. Davon wäre natürlich auch SMA Solar mit seinen Wechselrichtern getroffen. Was allerdings ganz aktuell wohl noch nicht gesehen wird, ist der Versuch des Unternehmens, auf Produktseite wieder das Heft des Handelns in die Hände zu bekommen.

Neuer Verkaufsschlager?

So hat man gerade den weltweit leistungsstärksten Zentral-Wechselrichter vorgestellt. Solche Wechselrichter werden in großen Fotovoltaik-Anlagen eingebaut. Mit dem neuen Produkt könnte die Anzahl der Wechselrichter deutlich reduziert werden, was auch positiv auf die Betriebskosten wirken soll. Insofern hat SMA Solar gute Chancen, hier eine starke Nachfrage zu generieren.

Was macht die Aktie?

Aktuell hilft das die Aktie allerdings nicht weiter. Sie stellt sich in dieser Woche erneut charttechnisch problematisch dar. In den 14 Tagen zuvor hatte sich der Wert von seinem Tief bei 26 Euro wieder lösen können und war letztlich bis kurz an die 50-Tage-Linie herangekommen. Allerdings fehlte dann die Kraft für einen sofortigen Durchbruch. In dieser Situation ist natürlich ein nochmaliger Rückfall auf das Jahrestief nicht auszuschließen. In der Tendenz bleibt allerdings eine Erholung wohl durchaus im Bereich des möglichen.

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