SMA Solar: Keine Angst vor Trump

Die Wahl von Donald Trump als neuen US-Präsidenten war für Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien wie SMA Solar keine gute Nachricht. Schließlich will der Milliardär besonders die fossilen Energieträger wie Kohle stärken. Bei SMA Solar will man deswegen aber keine Panik aufkommen lassen. Denn manche Aspekte von Trumps angekündigter Wirtschaftspolitik könnten dem Solar-Konzern sogar entgegenkommen.

© SMA Solar
© SMA Solar

Die Aktie des hessischen Solartechnik-Unternehmens hat drei verheerende Monate hinter sich. Jetzt hat man aber recht ordentliche Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Zwar ist der Umsatz um rund 15 Prozent zurückgegangen, den Gewinn konnte SMA jedoch steigern.

Die Sparmaßnahmen des Konzerns machen sich bezahlt: Geringere Kosten und Steuerbelastungen ließen den Gewinn von 7,6 Millionen Euro auf 17,4 Millionen Euro ansteigen. Wichtiger als die Quartalszahlen scheint derzeit aber noch ein anderes Thema: Wie geht es weiter mit den Erneuerbaren Energien unter einem US-Präsidenten Donald Trump?

SMA Solar schaut nicht mit Panik auf Donald Trump

Kurzfristig sind Aktien von Solar- und Windkraft-Konzernen deutlich unter Druck geraten. Donald Trump gilt vorsichtig ausgedrückt nicht als großer Unterstützer der Erneuerbaren Energien. SMA Solar hat jedoch wenig Angst vor dem kommenden US-Präsidenten.

Denn die Förderprogramme für Solar und Co. in den USA wurden von Republikanern und Demokraten gemeinsam verabschiedet. Es ist also nicht gesagt, dass es in jedem Fall zu Kürzungen kommen wird. Trump könnte SMA Solar und der Aktie vielleicht sogar helfen: Die angekündigten Strafzölle gegen chinesische Produkte könnten sich positiv auswirken.

Für die Aktie sind andere Dinge entscheidend

So groß die Bedeutung von politischen Entscheidungen auch ist im Energie-Sektor - wichtiger sind stets der Markt und die Zahlen des Unternehmens. Und da hat die SMA Solar-Aktie drei katastrophale Monate mit rund 45 Prozent Kursverlust hinter sich.

Für den Konzern gilt es also weiterhin, mit Einsparungen gegen den Preisverfall anzukämpfen und schwarze Zahlen zu schreiben. Solange SMA Solar in der Gewinn-Zone bleibt, sind Wachstums-Phantasien trotz des schwierigen Marktumfeldes durchaus erlaubt. Mit vergleichsweise hohen Schwankungen müssen Anleger bei der Branche aber auch zukünftig rechnen.

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