SMA Solar mit deutlicher Steigerung, aber schlechter Prognose

Die SMA Solar Technology AG erzielte in 2016 mit ihrer verkauften Wechselrichter-Leistung von mehr als 8 GW einen neuen Absatzrekord. Für das kommende Jahr ist der Vorstand allerdings weniger optimistisch, denn hier rechnet der man mit einem Rückgang beim Umsatz.

Das Unternehmen aus Niesetal bei Kassel hat nach vorläufigen Schätzungen im fortzuführenden Geschäft 2016 einen Umsatz von mehr als 940 Mio. Euro erzielt. Und obwohl der durchschnittlichen Verkaufspreise um fast 20 % zurückging, konnte SMA Solar das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 43,3 in 2015 auf rund 65 Mio. Euro steigern.

Der SMA Solar Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon kommentierte das gute Ergebnis des Weltmarktführers am Donnerstag: „SMA hat 2016 den Weg zu mehr Gewinn und höherem Cashflow erfolgreich fortgesetzt. Durch die enormen technologischen Fortschritte ist die Photovoltaik heute eine der wirtschaftlichsten Energieträger und wird deshalb in den kommenden Jahren die klimaschädliche Kohleverstromung aus dem Energiemix verdrängen.“

SMA Solar: Ausblick enttäuscht

Für das Geschäftsjahr 2017 kalkuliert der Vorstand aufgrund des hohen Preisdrucks und der Verschiebungen am Markt allerdings mit einem Rückgang beim Umsatz auf 830 Mio. Euro bis 900 Mio. Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern wird sich voraussichtlich auf 70 Mio. Euro bis 90 Mio. Euro verringern. Was deutlich weniger wäre, als die bislang erwarteten über 140 Mio. Euro für das vergangene Jahr. Zusätzlich soll sich in 2017 die Nettoliquidität durch einen hohen operativen Cashflow auf über 400 Mio. Euro erhöhen. Das kam bei den Aktionären nicht gut an und der Kurs der Aktie sackte nach Bekanntgabe der Daten gegen Mittag um mehr als 2 % ab.

Neue Produkte in Aussicht

Auf dem kommenden Kapitalmarkttag wird der SMA-Solar-Vorstand neue Produkte und innovative Lösungen für die Digitalisierung der Energiewirtschaft vorstellen. Diese sollen dann ab 2018 zu einer Verbesserung der Profitabilität und einer nachhaltigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit führen. "Wir betreten mit unserer Innovation technologisches Neuland und gehen hier gezielt strategische Partnerschaften ein", kündigte Vorstandssprecher Urbon an.

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