SMI: 45-Prozent-Sturz in 30 Tagen gestoppt

Die Aktie des Silberproduzenten SMI erholt sich nach einem massiven Kursverlust. Operativ steigt der Umsatz trotz Produktionsrückgang.

Die Kernpunkte:
  • Aktie steigt um 7,5 Prozent
  • RSI zeigt überverkaufte Lage an
  • Umsatzplus von 36 Prozent
  • Hauptversammlung Ende Juni

Der marokkanische Silberproduzent SMI hat eine turbulente Handelswoche mit einem deutlichen Plus beendet. Am Freitag kletterte das Papier um 7,53 Prozent auf 6.998 MAD. Dieser Sprung markiert einen vorläufigen Wendepunkt nach einem massiven Kursrutsch in den vergangenen Wochen.

Volatilität am Limit

Innerhalb von nur 30 Tagen verlor die Aktie fast 45 Prozent an Wert. Marktbeobachter führen dies auf Gewinnmitnahmen im gesamten marokkanischen Bergbausektor zurück. Zuvor hatten SMI und die Muttergesellschaft Managem massiv von der Rallye an den Edelmetallmärkten profitiert.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisierte mit einem Wert von 35,5 eine überverkaufte Lage. Die Folge: Technische Käufer kehrten zurück. Die annualisierte Volatilität bleibt mit über 91 Prozent jedoch auf einem außergewöhnlich hohen Niveau.

Umsatzsprung trotz Wartungsstopp

Operativ zeigt sich ein geteiltes Bild. Im ersten Quartal steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 36 Prozent auf 411 Millionen MAD. Der Konzern profitierte dabei vor allem von den zeitweise explodierenden Silberpreisen am Weltmarkt.

Parallel dazu sank die Produktionsmenge um rund ein Viertel. Ein technischer Stillstand der Aufbereitungsanlage bremste den Abbau zeitweise aus. Das Management nutzte diese Phase für notwendige Wartungsarbeiten an der Infrastruktur.

Investitionen flossen zuletzt verstärkt in die Exploration am Standort Imiter. Eine solide Netto-Cash-Position stützt die Bilanz während dieser Modernisierung. Das Ziel bleibt der Ausbau der Abbaukapazitäten.

Fokus auf die Hauptversammlung

Die Börse in Casablanca zeigte sich zum Wochenschluss insgesamt freundlich. Der Leitindex MASI legte um 1,86 Prozent zu. Bergbauwerte gehörten dabei zu den gefragtesten Titeln des Tages.

Ende Juni 2026 findet die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft statt. Aktionäre warten auf Details zur Produktionsstrategie für das restliche Jahr. Auch Informationen zur künftigen Dividendenpolitik stehen auf der Agenda.

Seit Jahresbeginn liegt die Aktie trotz des jüngsten Einbruchs noch 66,6 Prozent im Plus. Bis zum 52-Wochen-Hoch von knapp 12.900 MAD bleibt der Weg jedoch weit. Die Stabilisierung der Silberpreise und die Rückkehr zur vollen Kapazität bestimmen nun den weiteren Trend.

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