Smi Aktie: 7-Prozent-Minus auf 8.000 MAD
Trotz Umsatzplus von 36 Prozent bricht die Silberproduktion bei SMI um ein Viertel ein. Der hohe Silberpreis kaschiert die Folgen des Wartungsstillstands.

- Aktienkurs fällt um 7 Prozent
- Umsatz steigt auf 411 Millionen MAD
- Produktionseinbruch von 25 Prozent
- Silberpreis-Rallye rettet Quartalsbilanz
Der marokkanische Silberproduzent Société Métallurgique d’Imiter erlebt gerade ein Paradox: Die Aktie fällt um 7 Prozent auf 8.000 MAD, während der Gesamtmarkt MASI steigt. Der Grund dafür liegt tiefer als nur in einer allgemeinen Bergbauschwäche.
Denn das erste Quartal 2026 liest sich auf den ersten Blick solide. Der Umsatz stieg um 36 Prozent auf 411 Millionen MAD. Der Haken: Die Produktion selbst brach um 25 Prozent ein. Ein geplanter Wartungsstillstand der Verarbeitungsanlage war dafür verantwortlich.
Nur die außergewöhnliche Rallye der internationalen Silberpreise rettete die Bilanz. Ohne sie hätte das operative Minus die Zahlen deutlich belastet.
Stabile Bilanz trotz Produktionsausfall
Finanziell steht das Unternehmen solide da. Die Nettoverschuldung lag bei minus 374 Millionen MAD. Der Anstieg im Vergleich zum Jahresende 2025 kommt vor allem aus höheren Kundenforderungen.
Die Investitionen bleiben hoch. Rund 68 Millionen MAD flossen ins Quartal – 84 Prozent davon in Exploration und Infrastruktur. Ziel ist es, die Förderkapazitäten am Standort Imiter auszubauen. Die globale Silbernachfrage bleibt hoch.
Markt reagiert nervös
Im Mid-Cap-Segment Casablancas stehen Bergbauwerte derzeit unter Druck. Während Schwergewichte aus Banken und Industrie den MASI stützen, verlor SMI massiv. Das Handelsvolumen bei der Korrektur lag bei über 12 Millionen MAD – ein Zeichen für aktives Deleveraging von Investoren.
Der nächste wichtige Termin ist die Hauptversammlung Ende Juni 2026. Dort entscheiden die Aktionäre über die Dividendenpolitik und erfahren Details zur Kapazitätserweiterung nach den Wartungsarbeiten.
Die größte Unsicherheit bleibt der Silberpreis selbst. Seine Volatilität bestimmt kurzfristig die Richtung – unabhängig von den operativen Fortschritten des Unternehmens.
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