SMI: Krieg drückt aufs Gemüt
Der Schweizer Leitindex verzeichnet die schwächste Woche seit Monaten. Anleger reagieren nervös auf die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts und sinkende Devisenreserven der SNB.

- SMI fällt auf tiefsten Stand seit Monaten
- Pharma- und Industrietitel besonders betroffen
- Schweizer Nationalbank meldet sinkende Reserven
- Nur wenige defensive Werte zeigen Stärke
Der Schweizer Leitindex kämpft mit den Folgen des Iran-Konflikts. Am Freitag verlor der SMI weitere 1,52 Prozent auf 13.095,55 Punkte – und markierte damit die schwächste Handelswoche seit Monaten. Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen des nun seit knapp einer Woche tobenden Krieges im Nahen Osten lähmt die Anleger.
Zwischenzeitlich rutschte der Index am Nachmittag sogar auf 12.994,29 Zähler ab. Die Spannweite verdeutlicht, wie nervös die Marktteilnehmer reagieren. Sorgen um Lieferketten, mögliche Inflationsschübe und gestörten Welthandel lasten schwer auf der Stimmung.
Schwergewichte im freien Fall
Besonders hart traf es die Pharmawerte: Roche Holding büßte knapp 3 Prozent ein, während Novartis ebenfalls deutlich nachgab. Auch die Industrietitel zeigten sich schwach. Sika stürzte um 3,65 Prozent ab, Holcim verlor 3,3 Prozent. Geberit schloss ebenfalls mit einem Minus von fast 3 Prozent.
Amrize wurde mit einem Kursverlust von 5,41 Prozent zum Tagesverlierer. Im Bankensektor gab UBS Group rund 2 Prozent ab, während Julius Baer und Swiss Life Holding ebenfalls unter die Räder kamen. Zurich Insurance, Partners Group und Helvetia Baloise Holding verzeichneten allesamt merkliche Abschläge.
Drei gegen den Trend
Nur vereinzelte Titel konnten sich dem Abwärtssog entziehen. Galderma Group, Lindt & Sprüngli und Swisscom legten zwischen 0,5 und 0,7 Prozent zu. Nestlé zeigte sich mit einem marginalen Plus nahezu unverändert. Die Defensive bleibt in turbulenten Zeiten gefragt – doch selbst sie konnte dem Index insgesamt nicht helfen.
Belastend wirkten am Nachmittag auch enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten. Die Hoffnung auf eine zaghafte Gegenbewegung, die sich an anderen europäischen Börsenplätzen andeutete, blieb in Zürich weitgehend aus.
Währungsreserven schrumpfen
Die Schweizerische Nationalbank meldete derweil sinkende Devisenreserven. Im Februar 2026 fielen sie auf 710 Milliarden Franken – der niedrigste Stand seit Mai 2025. Gegenüber dem Vormonat (nach oben revidiert auf 712 Milliarden) bedeutet das den dritten Rückgang in Folge. Ein Zeichen dafür, dass die SNB weiter interveniert, um die Frankenstärke in Schach zu halten.
Für die kommende Woche dürfte die Frage im Vordergrund stehen, wie sich der Nahost-Konflikt entwickelt. Solange keine Entspannung absehbar ist, bleiben die Märkte anfällig für weitere Rückschläge. Der SMI hat eine schwierige Woche hinter sich – und die Aussichten bleiben vorerst trübe.
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