SMI: Roter Freitag im Iran-Schatten

Der Schweizer Leitindex beendet die Woche im Minus, angetrieben von geopolitischen Risiken und steigenden Ölpreisen. Defensive Aktien zeigen sich stabiler als zyklische Werte.

Die Kernpunkte:
  • SMI schließt Freitag mit moderatem Minus
  • Zyklische Werte wie VAT Group unter Druck
  • Defensive Titel wie Nestlé im leichten Plus
  • Geopolitische Spannungen und Ölpreise belasten Märkte

Der Schweizer Leitindex verabschiedete sich zum Wochenschluss mit Verlusten — und das, obwohl er sich in dieser turbulenten Woche vergleichsweise wacker geschlagen hat.

Der SMI schloss am Freitag bei 12.570,26 Punkten, ein Minus von 0,57 Prozent. Das klingt moderat, und das ist es auch — gemessen an dem, was den Markt gerade umtreibt. Der Iran-Krieg zeigt keine Auflösungserscheinungen, die Straße von Hormus bleibt ein Nadelöhr für den Welthandel, und die Ölpreise klettern weiter. Für risikobereite Anleger ist das kein einladendes Umfeld.

Schwere Verluste bei Einzelwerten

Besonders unter Druck standen zyklische und wachstumsstarke Titel. Die VAT Group verlor 4,2 Prozent, Swisscom und Logitech büßten 3,9 beziehungsweise 3,5 Prozent ein. Auch Kuehne + Nagel und ABB gaben deutlich nach. Letzteres überrascht nicht: In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und drohender Lieferkettenprobleme trifft es exportorientierte Industriewerte oft zuerst.

Etwas stabiler präsentierten sich die defensiven Werte. Novartis, das gleichzeitig die geplante Übernahme des US-Biotechunternehmens Excellergy für bis zu zwei Milliarden Dollar bekanntgab, verlor lediglich 0,3 Prozent. Swiss Re, Lindt & Sprüngli, Givaudan und Nestlé schlossen sogar leicht im Plus — klassische Rückzugsorte, wenn die Unsicherheit steigt.

Trumps Frist und das Misstrauen der Märkte

US-Präsident Trump verlängerte sein Ultimatum zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus um weitere zehn Tage bis zum 6. April. Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur sind vorerst aufgeschoben. Doch Marktbeobachter werten die Fristverlängerung weniger als diplomatischen Fortschritt, sondern eher als Zeichen dafür, dass eine tragfähige Einigung noch weit entfernt ist.

Parallel dazu griff Israels Armee in der Nacht erneut Ziele im Iran an — darunter Produktionsstätten für ballistische Raketen in Teheran. Von Deeskalation keine Spur.

Hinzu kommt der Inflationsdruck: Spaniens Märzdaten zeigten bereits einen deutlichen Anstieg, ausgelöst durch den Ölpreisschock. Für den Euroraum insgesamt dürfte das ein Vorgeschmack auf das sein, was bei anhaltenden Kampfhandlungen in den kommenden Wochen folgen könnte.

Trotz allem gelang dem SMI auf Wochensicht ein hauchdünnes Plus — das erste seit Kriegsausbruch. Ein schwacher Trost, aber immerhin ein Zeichen, dass die Schweizer Börse die Belastungen bislang besser absorbiert als viele ihrer europäischen Pendants.

Smi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Smi-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:

Die neusten Smi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Smi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Smi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Smi