SMT Scharf setzt verstärkt auf China

Transportausrüstungen für den Bergbau sowie den Einsatz in Tunneln bestimmen das Geschäft von SMT Scharf. Das Unternehmen deckt dabei die Bereiche von Entwicklung, Herstellung und Wartung ab.

 

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Problematisch war in der Vergangenheit der Abwärtstrend gerade im Bereich des Bergbaus. Dies führte zu einer entsprechend rückläufigen Nachfrage. Wie sieht es aktuell aus?

 

Ist der Tiefpunkt bei SMT Scharf erreicht?

Die Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres veranlassen den Vorstand von SMT Scharf zu der Einschätzung, dass eine Bodenbildung in diesem Bereich stattgefunden hat.

So konnte der Konzernumsatz mit 9,5 Mio. Euro nach 9,6 Mio. Euro im Vorjahresquartal stabil gehalten werden. Der Anteil des Neuanlagengeschäftes lag bei 47,7% am Konzernumsatz. Im Vorjahresquartal wurden hier 36,7% erreicht.

China führte dabei die Gruppe an. Hier wurde ein Anteil von 82,7% des Neuanlagengeschäfts am Umsatz erreicht. Mit Schienensystemen generierte SMT Scharf 89,8% am Konzernumsatz, die restlichen 10,2% wurden mit Sesselliften umgesetzt.

Die größten Zielmärkte von SMT Scharf lagen dabei im Ausland. Nach Polen mit 27,1% folgen China mit 22,5%, Afrika mit 17,6% und Russland mit 15,8% Umsatzanteil.

Das EBIT erreichte nach 0,1 Mio. Euro im Vorjahresquartal nun 1,9 Mio. Euro. Das Konzernergebnis lag nach 0,4 Mio. Euro zuvor bei 1,7 Mio. Euro. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,41 Euro. Die Eigenkapitalquote lag mit 60,6% weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

 

Auftragszahlen bei SMT Scharf lassen hoffen

Verbessern konnte sich auch der Auftragsbestand gegenüber dem Quartal des Vorjahres. Hier verzeichnete SMT Scharf nach 17,7 Mio. Euro zuvor jetzt 20,7 Mio. Euro. Der Auftragseingang stieg nach 11,2 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 15,4 Mio. Euro.

Der Vorstand ist damit mit der Auftragslage für das 2. Quartal erst einmal zufrieden. Jedoch erwartet man für die Zeit danach eine Eintrübung. Um hier gegenzusteuern, soll ein zweites Joint Venture in China noch im 1. Halbjahr dieses Jahres realisiert werden. Davon erhofft sich SMT Scharf einen deutlichen Aufschwung.

Insofern wurde die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr vom Konzern bestätigt. Danach erwartet man 45 Mio. Euro an Umsatz sowie ein Ergebnis von 2 bis 3 Mio. Euro.

 

Verhaltene Reaktion der Aktie von SMT Scharf

Nach einem deutlichen Ausbruch nach oben Mitte März dieses Jahres ging es genauso schnell mit der Aktie auch wieder gen Süden. Seitdem befindet sich der Wert in einer Seitwärtsbewegung.

Zwar legte die Aktie im gestrigen Tagesverlauf um insgesamt 2,09% auf 15,88 Euro zu, aber der entscheidende Impuls für einen nachhaltigen Anstieg ist damit noch nicht gegeben. Die Zahlen stimmen zwar etwas optimistisch, jedoch sehen wir SMT Scharf noch allerlei Risiken ausgesetzt, besonders im Hinblick auf das 2. Halbjahr. Wenn Sie hier investiert sind, sollten Sie sich in jedem Fall durch einen Stopp-Loss absichern.

150519 SMT

Derzeit liegt der Wert oberhalb der gleitenden 50- und 100-Tage-Linie. Die Marke von 15,20 Euro sollte hier als deutliche Unterstützung dienen. Wenn die Aktie jedoch diese Unterstützung nach unten durchbrechen sollte, liegt die nächste Unterstützung erst bei 14,80 Euro.

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