SMT Scharf steigerte Ergebnis, aber Umsatz ging zurück

Der Maschinenbau-Konzern SMT Scharf, der erst kürzlich für den südamerikanischen Markt eine Tochtergesellschaft in Chile gegründet hatte, legt gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 vor. Das operative Ergebnis stieg, doch der Umsatz blieb erkennbar unter dem Vorjahreswert.

Das Unternehmen aus Hamm hat im abgelaufenen Geschäftsjahr das operative Ergebnis um knapp 9 % auf 2,5 Mio. Euro verbessert. Der Umsatz lag mit 42,6 Mio. Euro erkennbar unter dem Vorjahreswert, was allerdings bereits zum Jahresbeginn 2016 erwartet wurde. Der in Deutschland verbliebene Umsatz ist auch angesichts der aktuell laufenden Schließung des Standortes im Saarland mit 3,5 Mio. Euro bzw. 8,2 % planmäßig weiter zurückgegangen.

Die Ebit-Marge stieg auf 5,9 % im Gegensatz zu 4,6 % in 2015. Damit erreicht SMT Scharf ein im Vergleich zum Vorjahr erneut verbessertes Konzernjahresergebnis von 1,9 Mio. Euro.

Hans Joachim Theiß, der Vorstandsvorsitzende kommentierte die Zahlen des Jahres 2016 so: „Die Verbesserung der Profitabilität spiegelt die Erfolge der Maßnahmen im Bereich der operativen Exzellenz wider, die sich nun für uns auszahlen. Bei der EBIT-Marge haben wir den ursprünglich gesteckten Zielwert von 4,1 % klar übertroffen. Auch unter dem Strich liegt das Ergebnis ein gutes Viertel über dem Vorjahr."

Erholung der Rohstoffpreise fördert das SMT-Ergebnis

Im vergangenen Jahr verlief die konjunkturelle Situation für den Maschinenbau-Spezialisten im Bereich der Ausrüstungen für den Bergbau verhalten. Die Erholung der Rohstoffpreise zum Jahresende hat bei SMT allerdings zu einer Beschleunigung des Umsatzwachstums im vierten Quartal geführt und auch das Service-Geschäft hat sich in 2016 erneut als robust erwiesen.

Über 90 % der Umsätze werden im Ausland generiert

Der weitaus größte Teil des Konzernumsatzes entfiel mit 84,1 % bzw. 35,8 Mio. Euro auf das Segment Kohle. Die im Ausland erzielten Umsätze betrugen hier 91,8 %. Immer noch der wichtigste Markt ist Russland mit einem Anteil von 29,6 % bzw. 12,6 Mio. Euro. Gefolgt von China mit reduzierten 19,3 % bzw. 8,2 Mio. Euro. An dritter Stelle lag gleichauf Polen mit ebenfalls einem Anteil von 19,3 %. Hier konnte das Geschäftsvolumen sowohl anteilig als auch in absoluten Zahlen gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Auftragsbestand über Vorjahreswert

Der aktuelle Auftragsbestand bis zum 1. März 2017 lag bei 11,2 Mio. Euro und liegt damit über dem Vorjahreswert von 9,6 Mio. Euro. Der Auftragseingang lag am 1. März 2017 bei 5,9 Mio. Euro. „Trotz der weiterhin bestehenden Risiken für die Weltkonjunktur gehen wir davon aus, dass der Markt für Bergbauausrüstungen eine konjunkturelle Trendwende vollzieht. Vor dem Hintergrund der guten Auftragsentwicklung und anstehender Aufträge aus dem asiatischen Raum erwarten wir für 2017 einen Konzernumsatz von mindestens 40 bis 44 Mio. Euro und ein EBIT zwischen 2,2 und über 3,0 Mio. Euro“, so Theiß zur aktuellen Prognose.

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