SoftBank Aktie: 3,7 Milliarden Dollar OpenAI-Verlust

OpenAIs hoher Geldverbrauch drückt SoftBanks Aktie, während ein neuer Cybersecurity-Dienst startet.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt nach OpenAI-Verlustzahlen
  • Gemeinsamer Cybersecurity-Dienst gestartet
  • Mitarbeiteraufbau im Sicherheitsbereich geplant
  • SoftBank setzt auf wiederkehrende Serviceeinnahmen

Anleger quittieren die steigenden Verluste des SoftBank-Partners OpenAI mit Kursabschlägen. Die Aktie des japanischen Technologiekonzerns fiel am Mittwoch um 2,72 Prozent auf 36,97 Euro. Auslöser: neue Zahlen zu OpenAI, die den hohen Geldverbrauch des KI-Unternehmens offenlegen. Im ersten Quartal 2026 verbrannte OpenAI rund 3,7 Milliarden US-Dollar – eine Summe, die direkt auf SoftBank zurückfällt.

Der Kursverlust wiegt schwer, denn die Aktie hatte zuvor eine starke Woche hinter sich. Auf Siebentagesicht stieg sie um über zehn Prozent. Die Volatilität bleibt extrem – annualisiert liegt sie bei mehr als 114 Prozent.

Gemeinsame Sicherheitsinitiative gestartet

Parallel zum Kursdruck gibt es positive Nachrichten. SoftBank und OpenAI launchten diese Woche „Patching as a Service“, einen KI-gestützten Cybersecurity-Dienst. Das Angebot richtet sich an Betreiber kritischer Infrastruktur in Japan – Energie, Finanzen, Verkehr. Die Plattform soll Sicherheitslücken automatisch erkennen und schließen.

Die Technologie kommt von SB OAI Japan GK, einem Gemeinschaftsunternehmen beider Firmen. SoftBank-CEO Masayoshi Son sieht hier strategischen Wert. Er bezeichnet KI-gesteuerte Cyberangriffe als ernsthafte Bedrohung für Japans Infrastruktur. Das Unternehmen will sein Sicherheitsteam von 50 auf 1.000 Mitarbeiter aufstocken. Ziel: rund 3.000 Firmenkunden bis Ende 2026.

Das Spannungsfeld bleibt

SoftBank hat insgesamt rund 64,6 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert. Die Summe macht den japanischen Konzern abhängig vom Erfolg seines Partners. Neben dem Cybersecurity-Dienst arbeitet SoftBank an weiteren Großprojekten. Dazu gehört der 67,2 Milliarden US-Dollar schwere PORTS Technology Campus in Ohio, der kürzlich beschleunigte Genehmigungsverfahren erhielt.

Ein Führungswechsel begleitet die Entwicklung. Navneet Govil, Finanzchef von SoftBank Investment Advisors, verlässt das Unternehmen nach zehn Jahren. Alex Clavel, CEO der Einheit, bestätigte den Schritt. Beobachter sehen darin eine weitere Maßnahme in Sons Neuausrichtung des Konzerns. Der Fokus liegt klar auf KI, Halbleitern und digitaler Infrastruktur.

Für Anleger stellt sich die Frage, ob SoftBanks milliardenschwere OpenAI-Wette aufgeht. Das neue Sicherheitsprodukt zeigt zumindest eine Richtung: weg von reinen Kapitaleinlagen, hin zu wiederkehrenden Serviceeinnahmen. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob dieser Plan trägt.

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