SoftBank Aktie: 5 Billionen Yen Rekordgewinn
SoftBank meldet historischen Gewinn, der jedoch fast vollständig auf nicht realisierten Buchwerten von KI-Investments basiert.

- Höchster Gewinn der japanischen Firmengeschichte
- Gewinne stammen fast komplett aus OpenAI
- Milliarden-Investition in KI-Rechenzentren in Frankreich
- Aktie verliert trotz Rekordzahlen an Wert
Rekordzahlen auf dem Papier, Kursverluste im Depot. SoftBank meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr den höchsten Gewinn der japanischen Unternehmensgeschichte. Hinter der gewaltigen Summe verbirgt sich eine riskante Abhängigkeit von unrealisierten Buchgewinnen.
Der Nettogewinn stieg auf über fünf Billionen Yen. Das entspricht etwa 30,8 Milliarden Dollar. Maßgeblich dafür waren die Erfolge von OpenAI und der Chip-Schmiede Arm Holdings.
Fast 90 Prozent dieser Summe resultieren aus Wertsteigerungen bei OpenAI. Diese Gewinne sind bisher nicht realisiert. Parallel dazu trägt der Konzern eine Schuldenlast von 12 Billionen Yen.
Massive Milliarden-Wette in Europa
Masayoshi Son plant Großes. In der französischen Region Hauts-de-France investiert der Konzern massiv. Bis 2031 fließen zunächst 45 Milliarden Euro in neue KI-Rechenzentren.
Das langfristige Ziel liegt bei einer Kapazität von fünf Gigawatt. Dafür könnten insgesamt 75 Milliarden Euro investiert werden. SoftBank will damit die weltweite Infrastruktur für künstliche Superintelligenz dominieren.
An der Börse herrscht Skepsis
Die Märkte reagieren bisher verhalten auf die Expansionspläne. Am Mittwoch schloss die Aktie bei 31,50 Euro. Innerhalb eines Monats verlor das Papier rund elf Prozent an Wert.
Auffällig ist die extrem hohe Volatilität von 106 Prozent. Das deutet auf eine große Unsicherheit unter den Investoren hin. Der Relative-Stärke-Index liegt mit 41,8 Punkten im neutralen Bereich.
Im August stehen die nächsten offiziellen Daten an. SoftBank präsentiert dann die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026. Diese Berichterstattung wird konkrete Hinweise liefern, wie profitabel die Neuausrichtung auf KI-Infrastruktur tatsächlich anläuft.
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