SoftBank Aktie: 500-Milliarden-Datenzentrum in Ohio
SoftBank profitiert von Nahost-Entspannung und gigantischen KI-Plänen. Die Aktie legt zu, getragen von Rekordgewinnen durch OpenAI und Arm.

- Friedensschluss senkt Risikoprämien
- Riesiges Rechenzentrum in Ohio geplant
- OpenAI-Mietvertrag über 20 Jahre
- Buchgewinne von 45 Milliarden Dollar
SoftBank profitiert von einer doppelten Dynamik. Ein diplomatischer Durchbruch im Nahen Osten sorgt für Entspannung an den Märkten, während gigantische KI-Pläne in den USA Gestalt annehmen. Die Aktie kletterte am Montag um 1,12 Prozent auf 38,52 Euro.
Entspannung am Golf stützt Tech-Werte
Der Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran verändert die Risikobewertung für globale Lieferketten. Besonders die Wiedereröffnung der Straße von Hormus ohne Gebühren entlastet energieintensive Branchen. Das senkt die Risikoprämien für asiatische Technologiekonzerne deutlich.
SoftBank profitiert als globaler Investor direkt von diesem Stimmungswechsel. Investoren setzen wieder verstärkt auf wachstumsstarke Portfolios. Innerhalb von 30 Tagen legte der Kurs bereits um fast 25 Prozent zu.
Gigantisches Rechenzentrum in Ohio
Parallel dazu treibt SoftBank seine Vision einer KI-Infrastruktur voran. Die Tochter SB Energy plant ein gewaltiges Datenzentrum im US-Bundesstaat Ohio mit einer Kapazität von zehn Gigawatt.
OpenAI hat bereits einen Mietvertrag über 20 Jahre unterzeichnet. Die Gesamtkosten für den Ausbau liegen bei rund 500 Milliarden Dollar. Nvidia bürgt dabei finanziell für die Leasingzahlungen und die Projektfinanzierung.
Milliarden-Gewinne durch OpenAI
Die Bewertung von SoftBank hängt maßgeblich an den Kernbeteiligungen Arm und OpenAI. Am britischen Chip-Designer Arm hält der Konzern fast 90 Prozent. Hinzu kommen enorme Buchgewinne durch die Beteiligung am ChatGPT-Entwickler.
Nach dem vertraulichen Börsengang von OpenAI im Juni belaufen sich die Buchgewinne auf schätzungsweise 45 Milliarden Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei 7,42. Der Relative-Stärke-Index von 53 signalisiert derweil eine neutrale Marktlage.
Der erste Bauabschnitt des Campus in Ohio soll 2028 in Betrieb gehen. Bis dahin bleibt die Entwicklung der KI-Beteiligungen der zentrale Kurstreiber.
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