SoftBank Aktie: AI-Neuausrichtung
SoftBank vollzieht einen strategischen Fokuswechsel auf Künstliche Intelligenz mit einem milliardenschweren OpenAI-Einstieg, der Übernahme von DigitalBridge und einem Aktiensplit zur Erhöhung der Liquidität.

- 4-zu-1-Aktiensplit zur Steigerung der Handelbarkeit
- 41-Milliarden-Dollar-Engagement bei OpenAI abgeschlossen
- Übernahme von DigitalBridge für 4 Milliarden Dollar vereinbart
- Strategischer Wechsel von breiten Investments zu fokussierter KI
SoftBank startet ins neue Jahr mit einem deutlichen Strategiewechsel. Ein 4-zu-1-Aktiensplit, ein milliardenschwerer Einstieg bei OpenAI und die Übernahme von DigitalBridge sollen den Konzern klar auf das Thema Künstliche Intelligenz ausrichten. Wie fügt sich das zu einer geschlossenen AI-Strategie zusammen?
- 4-zu-1-Aktiensplit seit gestern wirksam
- Insgesamt 41 Milliarden US-Dollar Engagement in OpenAI, rund 11 % Anteil
- Vereinbarte Übernahme von DigitalBridge für 4 Milliarden US-Dollar
Aktiensplit und Kapitalrotation
Seit gestern ist bei SoftBank ein 4-zu-1-Aktiensplit wirksam. Ziel ist es, die Handelbarkeit zu erhöhen und den Zugang für Privatanleger zu erleichtern, nachdem der Kurs Ende 2025 deutlich gestiegen war. Der Börsenwert des Unternehmens bleibt unverändert, der Kurs je Aktie entspricht nun rund einem Viertel des Vorkursniveaus, während sich die Zahl der Anteile für bestehende Aktionäre vervierfacht hat.
Parallel hat SoftBank den Abschluss seines Großengagements bei OpenAI bestätigt. Am 26. Dezember wurde eine letzte Tranche von 22,5 Milliarden US-Dollar überwiesen, womit sich der gesamte Einsatz inklusive mitfinanzierender Partner auf 41 Milliarden US-Dollar summiert. Damit sichert sich SoftBank rund 11 % an OpenAI und wird nach Microsoft zum zweitgrößten externen Anteilseigner.
Teile der Finanzierung stammen aus dem Abbau von Positionen in anderen Technologiewerten wie T-Mobile US und Nvidia. Der Konzern lenkt Kapital damit deutlich weg von etablierten Tech-Schwergewichten hin zu generativer AI.
OpenAI und DigitalBridge als Doppelstrategie
Ergänzend zur Softwareseite hat SoftBank eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von DigitalBridge Group (NYSE: DBRG) getroffen. Der Kaufpreis liegt bei rund 4 Milliarden US-Dollar, geboten werden 16 US-Dollar je Aktie in bar. Das entspricht einer Prämie von 15 % auf den Schlusskurs vom 26. Dezember 2025.
DigitalBridge verwaltet 108 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten und bündelt Infrastruktur wie Rechenzentren, Glasfasernetze und Edge-Computing-Strukturen. SoftBank sichert sich damit direkten Zugriff auf physische Infrastruktur, die für den Betrieb großer AI-Modelle nötig ist.
CEO Masayoshi Son hatte in seiner Neujahrsbotschaft den Fokus auf „Physical AI“ hervorgehoben – also die Verbindung von AI-Agenten, Robotik und der zugrunde liegenden Infrastruktur. Die aktuelle Strategie zielt auf vertikale Integration: ein bedeutender Anteil an einem führenden AI-Modellentwickler (OpenAI) auf der einen Seite, der Aufbau und die Kontrolle über den physischen Unterbau über DigitalBridge auf der anderen.
Damit rückt SoftBank weg von der früheren Vision-Fund-Logik vieler, breit gestreuter Start-up-Investments hin zu einer konzentrierten Ausrichtung auf Infrastruktur und grundlegende AI-Modelle. Der Verkauf von Nvidia-Aktien zur Finanzierung der Transaktionen legt nahe, dass der Konzern die Wertschöpfung künftig stärker bei Modellanbietern und Infrastrukturbetreibern als bei Chipherstellern verortet.
Ausblick und nächste Kursimpulse
Der Abschluss der DigitalBridge-Transaktion wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet, vorbehaltlich der üblichen behördlichen Genehmigungen. Marktteilnehmer werden dabei insbesondere auf mögliche Synergien zwischen der Energie-Tochter SB Energy und den Rechenzentrums-Aktivitäten von DigitalBridge achten, da die Stromversorgung zunehmend zum Engpass für das Hochskalieren von AI-Anwendungen wird.
Kurzfristig richtet sich der Blick auf die US-Handelssitzung heute, in der die SoftBank-ADRs (Ticker: SFTBY) erstmals geschlossen auf die Summe der Nachrichten reagieren. Die Börse in Tokio bleibt wegen der Neujahrsfeiertage noch geschlossen und wird den Aktiensplit sowie die strategischen Schritte erst bei Wiedereröffnung in der kommenden Woche einpreisen. Charttechnisch befindet sich der Titel nach der Kursanpassung durch den Split in einer Phase der Neubewertung, in der der Markt den Nettovermögenswert des Konglomerats insbesondere vor dem Hintergrund der neuen OpenAI-Bewertung neu kalkuliert.
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