SoftBank Aktie: Arm bremst

SoftBanks Aktie verliert deutlich, nachdem der Chipdesigner Arm leicht unter den Lizenzumsatzerwartungen blieb. Der Fokus liegt nun auf dem bevorstehenden Quartalsbericht und möglichen weiteren Milliardeninvestitionen in OpenAI.

Die Kernpunkte:
  • SoftBank-Aktie verzeichnet Kursverlust von rund 7%
  • Arm übertrifft Gesamtumsatz- und Royalty-Erwartungen
  • Lizenzumsatz des Chipdesigners bleibt leicht unter Prognose
  • SoftBank-Termin zu OpenAI-Investitionsspekulationen am 12. Februar

SoftBank spürt wieder, wie eng die eigene Börsenstory an Arm gekoppelt ist. Nach einem durchwachsenen Quartal des Chipdesigners geriet die Aktie in Tokio unter Druck und verlor rund 7%. Auslöser war weniger der Umsatz insgesamt – sondern ein Detail, das Anleger sensibel macht.

Wichtige Fakten auf einen Blick:
– Kursreaktion in Tokio: ca. -7%
– Arms Q3: Lizenzumsatz 505 Mio. USD (Erwartung 519,9 Mio. USD)
– Arms Q3: Gesamtumsatz 1,24 Mrd. USD (Erwartung 1,22 Mrd. USD)
– Arms Q3: Royalties 737 Mio. USD (Erwartung 707,9 Mio. USD)
– Nächster SoftBank-Termin: Q3 FY2025 Earnings-Briefing am 12. Februar (16:30 Uhr JST)

Arm liefert – aber nicht überall

Arm meldete für das dritte Quartal des Geschäftsjahres ein gemischtes Bild. Zwar wuchs der Lizenzumsatz im Jahresvergleich um 25%, blieb mit 505 Mio. USD jedoch leicht unter den Erwartungen. Gleichzeitig fielen die übrigen Kennzahlen besser aus: Der Gesamtumsatz lag mit 1,24 Mrd. USD über der Schätzung, und auch die Royalty-Erlöse übertrafen die Prognosen.

Trotzdem drückte ausgerechnet die Lizenzlücke auf die Stimmung. Dazu kam Rückenwind von der falschen Seite: Qualcomm verwies auf globale Engpässe bei Speicherangeboten, die Smartphone-Verkäufe belasten könnten. Das traf die Lesart vieler Investoren direkt – denn Smartphones gelten als wichtiger Endmarkt für Arm-basierte Chips.

Arm selbst stellte weiteres Wachstum bei Royalties und Lizenzen in Aussicht. Für das vierte Quartal erwartet das Management 1,47 Mrd. USD Umsatz und liegt damit über der Analystenschätzung von 1,44 Mrd. USD.

Blick nach vorn: OpenAI wird zum Prüfstein

Am 12. Februar legt SoftBank in einem Earnings-Briefing die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 vor. Präsentieren soll CFO Yoshimitsu Goto. Warum ist dieser Termin so wichtig? Weil es laut Berichten die erste Gelegenheit sein dürfte, Stellung zu Spekulationen über ein mögliches Aufstocken des OpenAI-Engagements zu beziehen.

Im Raum steht ein zusätzlicher Betrag von 30 Mrd. USD, über den SoftBank laut einem Bericht Ende Januar gesprochen haben soll. SoftBank hält nach einer 22,5-Mrd.-USD-Investition im Dezember derzeit rund 11% an OpenAI.

Kreditrating als Nebenkriegsschauplatz

Ein mögliches zusätzliches Investment könnte nicht nur strategisch, sondern auch bilanziell heikel werden. Bloomberg Intelligence warnte, dass weitere 30 Mrd. USD Druck auf das Kreditrating ausüben könnten. In dem Zusammenhang wurde auf das Loan-to-Value-Verhältnis verwiesen, das sich einem 35%-Schwellenwert nähern könnte, der als Auslöser für eine Herabstufung gilt. Um unter 25% zu bleiben, könnten demnach Maßnahmen wie Asset-Verkäufe und Margin Loans von mindestens 15 Mrd. USD nötig werden.

Zum Hintergrund: SoftBank hat in den vergangenen Monaten seine Aktivitäten rund um KI-Infrastruktur sichtbar ausgebaut – unter anderem mit Zukäufen (DigitalBridge für 4 Mrd. USD, Ampere Computing, Robotikgeschäft von ABB) sowie einem Joint Venture mit OpenAI in Japan.

Am 12. Februar dürfte SoftBank deshalb nicht nur Zahlen liefern müssen, sondern auch zeigen, wie sich ein möglicher nächster OpenAI-Schritt mit der Bilanz und den Rating-Grenzen verträgt.

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