SoftBank Aktie: Desillusionierung spürbar?

SoftBank sieht sich durch enttäuschende Lizenzerlöse bei Chip-Tochter Arm und wachsenden KI-Konkurrenzdruck auf OpenAI herausgefordert. Die Quartalszahlen am 12. Februar rücken in den Fokus.

Die Kernpunkte:
  • Arm-Quartalszahlen unter Analystenerwartungen
  • Hohes OpenAI-Investment von 41 Milliarden Dollar
  • Starker Konkurrenzdruck durch Googles Gemini
  • Wichtige Quartalszahlen am 12. Februar

SoftBank bekommt gleich von zwei Seiten Gegenwind: schwächere Signale aus der Chip-Tochter Arm und wachsende Konkurrenzsorgen rund um OpenAI. Das hat den Verkäufern diese Woche Rückenwind gegeben. Wie stark belasten Arm und die OpenAI-Pläne den Blick auf die nächsten Quartale?

  • Arm lieferte im Dezemberquartal geringere Lizenzerlöse als erwartet
  • SoftBank hält 87,1% an Arm
  • OpenAI-Investment: 41 Mrd. Dollar, SoftBank-Anteil rund 11%
  • Nächster Termin: Quartalszahlen am 12. Februar

Arm enttäuscht – Qualcomm dämpft den Smartphone-Blick

Am Donnerstag rutschte die SoftBank-Aktie deutlich ab, nachdem Arm nachbörslich unter Druck geraten war. Auslöser waren laut Berichten Lizenzerlöse im Dezemberquartal, die unter den Erwartungen der Wall Street lagen.

Das ist für SoftBank besonders relevant, weil der Konzern nach dem Börsen-Comeback von Arm 2023 weiterhin 87,1% der Anteile hält. Arm verdient Geld über Lizenzen für Chip-Technologie sowie über laufende Lizenzgebühren (Royalties).

Zusätzliche Unsicherheit kam aus einer anderen Ecke der Chipbranche: Qualcomm gab einen schwachen Ausblick für 2026. Steigende globale Speicherpreise, angetrieben durch den KI-Boom, könnten demnach die Smartphone-Nachfrage belasten. Das trifft auch Arm indirekt, weil Arm-Designs in vielen Smartphones stecken.

OpenAI: Konkurrenz und mögliche Aufstockung rücken in den Fokus

Neben Arm drückte ein zweites Thema auf die Stimmung: der Wettbewerb im KI-Markt – speziell mit Blick auf OpenAI, an dem SoftBank stark beteiligt ist. Laut einer SoftBank-Mitteilung von Ende Dezember 2025 hat der Konzern ein Investment über insgesamt 41 Mrd. Dollar in OpenAI abgeschlossen und kommt damit auf etwa 11% am ChatGPT-Anbieter.

Die 41 Mrd. Dollar setzen sich aus 30 Mrd. Dollar von SoftBank (über Vision Fund 2) und 11 Mrd. Dollar von Co-Investoren zusammen. Von den 30 Mrd. Dollar entfielen 7,5 Mrd. Dollar auf ein erstes Closing im April 2025 und 22,5 Mrd. Dollar auf ein zweites Closing im Dezember 2025.

Für zusätzliche Nervosität sorgten starke Zahlen von Alphabet für das Dezemberquartal – und ein für 2026 höher als erwartetes Investitionsbudget. Das nährt die Sorge, dass Googles Gemini-Angebote den Konkurrenzdruck für OpenAI erhöhen.

Nächster Termin: Q3-Zahlen am 12. Februar

Am 12. Februar legt SoftBank die Zahlen für das dritte Quartal vor. Das wird laut Bloomberg die erste Gelegenheit, öffentlich zu Berichten Stellung zu nehmen, wonach der Konzern sein OpenAI-Engagement weiter ausbauen könnte. Das Wall Street Journal hatte Ende Januar berichtet, SoftBank führe Gespräche über ein mögliches zusätzliches Investment von bis zu 30 Mrd. Dollar.

Bloomberg Intelligence verwies dabei auf einen möglichen Nebeneffekt: Eine Aufstockung in dieser Größenordnung könnte SoftBanks Bonität belasten, weil die zusätzliche Summe den Loan-to-Value-Wert in Richtung einer 35%-Schwelle bewegen könnte, die als Auslöser für eine Herabstufung gilt.

Parallel läuft der nächste Halbleiter-Deal: Laut Nikkei führen SoftBank und Sony eine private Finanzierungsrunde über 1 Mrd. Dollar beim japanischen Chiphersteller Rapidus an – ein Signal, dass der Konzern trotz der aktuellen Diskussionen weiter auf das Thema Chips setzt.

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