SoftBank Aktie: Erste Milliarden fließen

SoftBank hat die erste von drei Tranchen seiner 30-Milliarden-Dollar-Investition in OpenAI überwiesen. Die Finanzierung erfolgte über einen Brückenkredit, während parallel Erlöse aus dem PayPay-Börsengang als Liquiditätspuffer dienen.

Die Kernpunkte:
  • Erste Tranche von 10 Milliarden Dollar geflossen
  • Finanzierung über strukturierten Brückenkredit
  • PayPay-IPO generiert frische Liquidität
  • Weitere Zahlungen im Juli und Oktober geplant

SoftBank hat die erste Tranche seiner 30-Milliarden-Dollar-Verpflichtung gegenüber OpenAI ausgezahlt — und damit einen konkreten Zeitplan für den Rest des Jahres gesetzt. Zehn Milliarden Dollar sind geflossen, zehn weitere folgen jeweils am 1. Juli und 1. Oktober.

Brückenkredit als Finanzierungsvehikel

Die erste Zahlung wurde über Vision Fund 2 abgewickelt. Zur Finanzierung zog SoftBank einen Brückenkredit über zehn Milliarden Dollar, der am 27. März 2026 aktiviert wurde — zu einem Wechselkurs von 158,87 Yen pro Dollar, was rund 1,589 Billionen Yen entspricht. Als Kreditgeber fungierten Goldman Sachs, JPMorgan Chase, MUFG Bank, Mizuho Bank und die Sumitomo Mitsui Banking Corporation. Die Fazilität läuft bis März 2027.

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Die Tranchenstruktur ist kein Zufall. Sie gibt SoftBank die Möglichkeit, OpenAIs Fortschritte vor jeder weiteren Zahlung zu bewerten — ein eingebauter Schutzmechanismus, der zeigt, dass selbst der größte Einzelinvestor nicht blind auf einmal zahlt.

OpenAIs Bewertung und die offenen Fragen

Die Zahlung ist Teil von OpenAIs bislang größter privater Finanzierungsrunde: 110 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 840 Milliarden Dollar nach Abschluss im Februar 2026 — mehr als das Doppelte der 300-Milliarden-Bewertung vom März 2025. Amazon und Nvidia zählen ebenfalls zu den Geldgebern.

Mit dem neuen Commitment steigt SoftBanks Gesamtinvestition in OpenAI auf 64,6 Milliarden Dollar, was einem Anteil von 13 Prozent entspricht. Microsofts Anteil von 27 Prozent bleibt deutlich größer.

Kritiker weisen darauf hin, dass Teile der 110-Milliarden-Runde aus Rechenkapazitäten, bedingten Tranchen und zirkulären Finanzierungsstrukturen bestehen — also nicht ausschließlich aus frischem Kapital. Hinzu kommt: OpenAI ist nicht profitabel und erwartet laut internen Projektionen den Break-even nicht vor 2030. Der jährliche Kapitalbedarf soll bis 2027 auf 57 Milliarden Dollar steigen, was der aktuellen Runde eine Reichweite von 18 bis 24 Monaten gibt.

PayPay-IPO als Liquiditätspuffer

Parallel zur OpenAI-Investition hat SoftBank mit dem US-Börsengang von PayPay frische Mittel generiert. Der Erlös belief sich auf 879,8 Millionen Dollar — die größte US-Notierung eines japanischen Unternehmens seit einem Jahrzehnt. Analystenberichte der IPO-Banken werden Anfang April erwartet, sobald die übliche Sperrfrist abläuft.

Die Kombination aus PayPay-Erlösen und dem strukturierten Brückenkredit zeigt, wie SoftBank seine Portfolioaktiva aktiv mobilisiert, um den Investitionsrhythmus in KI-Infrastruktur aufrechtzuerhalten. Die nächste Bewährungsprobe kommt am 1. Juli — dann ist die zweite OpenAI-Tranche fällig.

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