SoftBank Aktie: Großinvest in OpenAI

SoftBank verhandelt über ein zusätzliches Investment von bis zu 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI, was die Aktie bewegte und die Portfoliostruktur massiv verändert.

Die Kernpunkte:
  • Aktie reagiert mit deutlichem Kursanstieg
  • Portfoliofokus verschiebt sich stark auf KI
  • Vision Fund-Aktivitäten werden zurückgefahren
  • Stargate-Projekt vertieft operative Partnerschaft

SoftBank treibt seine KI-Offensive weiter voran. Berichte über ein mögliches Zusatzinvestment von bis zu 30 Milliarden US‑Dollar in OpenAI haben die Aktie heute in Tokio deutlich bewegt. Der Kurs sprang zunächst um bis zu 8,8 %, am Ende blieb ein Plus von rund 3,4 % übrig.

Im Kern geht es um eine der größten Einzelwetten auf Künstliche Intelligenz überhaupt – und um eine deutliche Verschiebung der Portfoliostruktur von SoftBank.

Rekordinvestment in OpenAI

SoftBank verhandelt laut Medienberichten über ein weiteres Engagement von bis zu 30 Milliarden US‑Dollar bei OpenAI. Dieses Geld soll Teil einer neuen Finanzierungsrunde sein, mit der OpenAI insgesamt bis zu 100 Milliarden US‑Dollar einwerben könnte.

Die Eckdaten des möglichen Deals:

  • Zusätzliche geplante Investition: bis zu 30 Mrd. US‑Dollar
  • Bisherige Beteiligung an OpenAI: 11 % (für 41 Mrd. US‑Dollar im Dezember erworben)
  • Potenzielle Bewertung von OpenAI: rund 830 Mrd. US‑Dollar
  • Zielvolumen der OpenAI-Finanzierungsrunde: bis zu 100 Mrd. US‑Dollar

Die neue Runde würde auf dem Investment aus Dezember aufbauen, als SoftBank 41 Milliarden US‑Dollar in OpenAI investierte und sich damit 11 % an dem Unternehmen sicherte. Mit der zusätzlichen Summe würde sich SoftBank zu einem der am stärksten auf KI fokussierten Großinvestoren entwickeln.

Vision Fund tritt in den Hintergrund

Der Fokus auf OpenAI hat direkte Folgen für andere Aktivitäten. SoftBank hat das Tempo bei neuen Beteiligungen im Vision Fund deutlich reduziert, um Kapital für die großen KI‑Transaktionen freizumachen.

Zu den jüngsten Schritten zählen:

  • vollständiger Verkauf der Nvidia‑Beteiligung für 5,83 Mrd. US‑Dollar
  • Stopp der Gespräche über die Übernahme des US‑Rechenzentrumsbetreibers Switch Inc.

Diese Konzentration bleibt nicht ohne finanzielle Nebenwirkungen. Analysten von Bloomberg Intelligence weisen darauf hin, dass das Kreditrating von SoftBank (BB+) unter Druck geraten könnte, falls die zusätzlichen 30 Mrd. US‑Dollar tatsächlich fließen. Die bereinigte Loan‑to‑Value‑Kennzahl könnte dann die Herabstufungsmarke von 35 % erreichen. In diesem Fall wären voraussichtlich weitere Asset‑Verkäufe und Margin‑Darlehen von mindestens 15 Mrd. US‑Dollar notwendig.

Stargate-Projekt vertieft OpenAI‑Partnerschaft

Parallel zum direkten Investment baut SoftBank die operative Zusammenarbeit mit OpenAI aus. Beide Unternehmen zählen zu den Hauptinvestoren des sogenannten Stargate‑Projekts, einer Initiative mit einem Volumen von rund 500 Mrd. US‑Dollar zum Aufbau großer KI‑Rechenzentren in den USA.

Zu den jüngsten Maßnahmen gehören:

  • OpenAI und SoftBank haben jeweils 500 Mio. US‑Dollar in SB Energy investiert, eine SoftBank‑Tochter
  • SB Energy soll Rechenzentrums- und Energieinfrastruktur für OpenAI entwickeln

Konkret wird SB Energy das 1,2‑Gigawatt‑Rechenzentrum von OpenAI im texanischen Milam County bauen und betreiben. Das Stargate‑Projekt verfügt bereits über knapp 7 Gigawatt geplanter Kapazität und über zugesagte Investitionen von mehr als 400 Mrd. US‑Dollar.

Wettbewerb und Klumpenrisiko

Während SoftBank seine OpenAI‑Position ausbaut, verschärft sich der Wettbewerb im KI‑Sektor. OpenAI steht steigenden Betriebs- und Trainingskosten für seine Modelle gegenüber. Gleichzeitig investieren Wettbewerber kräftig:

  • Anthropic hat seine Umsatzprognose für 2026 zuletzt um 20 % angehoben
  • Googles Gemini‑Modelle werden technisch weiterentwickelt und ausgebaut

Marktbeobachter wie Tomoichiro Kubota von Matsui Securities sehen die Fortschritte bei der OpenAI‑Finanzierung kurzfristig positiv für die SoftBank‑Aktie, weisen aber auf das zunehmend anspruchsvolle Wettbewerbsumfeld hin.

Auf Portfolioebene könnte OpenAI bei SoftBank perspektivisch den Chipdesigner Arm als größte Beteiligung ablösen. Auf Basis der derzeit diskutierten Bewertungen könnte der OpenAI‑Anteil mehr als 30 % des gesamten Portfoliowerts ausmachen. Damit bündelt Masayoshi Son einen erheblichen Teil des Konzerns in einem einzigen KI‑Engagement – und erhöht damit sowohl die Chancen auf überdurchschnittliches Wachstum als auch das Risiko bei einer Bewertungskorrektur im Sektor.

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