SoftBank Aktie: Grünes Licht in Thailand
SoftBank erhält keine Auflagen für Aktienerwerb an LMWN. Die Transaktion zur Mehrheitsbeteiligung kann im August 2026 abgeschlossen werden.

- Thailändische Genehmigung nicht erforderlich
- Übernahme von LMWN im August 2026
- SoftBank hält künftig 60,9 Prozent
- Wachstumsstory mit operativem Verlust
SoftBank hat eine regulatorische Unsicherheit in Thailand ausgeräumt. Die Tochergesellschaft LY Corporation erhielt die Mitteilung, dass für den weiteren Erwerb von LINE MAN CORPORATION (LMWN)-Aktien keine thailändischen Genehmigungen nötig sind. Der Weg für den Abschluss der Transaktion im August 2026 ist damit frei.
Von der Prüfung zur Umsetzung
Die Ankündigung vom 27. Mai betrifft LMWN – ein Unternehmen, das LY bereits im September 2025 als Tochtergesellschaft konsolidiert hatte. SoftBank zufolge durchlief LY in Thailand ein Prüfverfahren für den zusätzlichen Aktienerwerb über LINE SOUTHEAST ASIA CORP. Nun steht fest: Keine Behörde verlangt eine gesonderte Genehmigung.
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Der praktische Effekt ist klar. SoftBank kann vom regulatorischen Prozess zum Deal-Abschluss übergehen. Das Unternehmen plant die finale Transaktion für August 2026. Die finanziellen Auswirkungen auf das laufende Geschäftsjahr seien minimal, so der Konzern.
Für die SoftBank-Aktie ist das keine unmittelbare Gewinntreiber-Nachricht. Die Bedeutung liegt woanders: Ein offener Genehmigungsvorbehalt für ein südostasiatisches Plattform-Asset blockiert die Transaktion nicht länger. Das Management selbst hat den erwarteten Ergebnisbeitrag als begrenzt eingeordnet.
Stimmrechte steigen
Nach dem zusätzlichen Erwerb hält SoftBank indirekt rund 81 Millionen LMWN-Aktien. Das entspricht 60,9 Prozent der Stimmrechte. Berechnet wurde der Wert auf Basis der Stimmrechte vom 30. April 2026, zusammen mit Aktien aus einer Kapitalerhöhung.
Die September-Offenlegung von 2025 zeigt, warum dieser Schritt wichtig ist. Damals beschloss LY, LMWN von einem assoziierten Unternehmen in eine konsolidierte Tochter umzuwandeln. Die Übernahme erfolgte in mehreren Stufen: Aktienerwerb von Apfarm, weitere Käufe von Apfarm und Commercial Alliance L.P., plus eine geplante Kapitalerhöhung bei LMWN.
Deal-Konditionen und Finanzprofil
Die ursprünglichen Transaktionsdetails sind bekannt: LY erwarb 9,8 Millionen LMWN-Aktien von Apfarm für 103 Millionen Dollar. Hinzu kommen 3,7 Millionen Aktien für 39 Millionen Dollar, 4,8 Millionen Aktien von Commercial Alliance für 50 Millionen Dollar und 12,4 Millionen neu ausgegebene Aktien für 130 Millionen Dollar durch eine Kapitalerhöhung.
Die Finanzzahlen von LMWN zeigen eine Wachstumsstory: Der Umsatz stieg von 42,6 Milliarden Yen (2022) auf 54,5 Milliarden (2023) und 71,3 Milliarden Yen (2024). Der operative Verlust blieb mit 3,5 Milliarden Yen 2024 aber hoch – nach 3,0 Milliarden 2023 und 14,3 Milliarden 2022.
Die Botschaft ist klar: LMWN ist ein Wachstums-Asset, kein kurzfristiger Gewinnbringer. SoftBank selbst bestätigt, dass der aktuelle Zukauf kaum Spuren im Konzernergebnis hinterlassen wird.
Aktienkurs schwankt stark
Die Kursschwankungen um die Ankündigung waren heftig. Am 28. Mai schloss die SoftBank-Aktie bei 7.125 Yen, minus 2,02 Prozent. Am Vortag gab es einen Einbruch von 7,26 Prozent auf 7.272 Yen – nach einem Plus von 10,91 Prozent am 26. Mai.
Die Volatilität zeigt: Die Marktstimmung bleibt nervös. Die Thailand-Klärung ist ein positiver Schritt für die strategische Umsetzung, aber kein Kurstreiber.
Was jetzt zählt
SoftBank hat ein regulatorisches Problem gelöst. Der Weg zur Mehrheitsbeteiligung an LMWN ist frei. Die Frage ist nicht mehr, ob die Genehmigung kommt, sondern ob LY aus dem Thai-Food-Delivery-Asset langfristig Wert schöpfen kann. Die nächste Bewährungsprobe ist die kommerzielle Performance von LMWN und seinen Töchtern.
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