SoftBank Aktie: KI-Risiken belasten

SoftBank sieht sich mit einem schwachen Börsengang seiner Tochter PayPay und massiver Analystenkritik an seinen Milliardeninvestitionen in OpenAI konfrontiert. Die finanzielle Verflechtung wird als Klumpenrisiko bewertet.

Die Kernpunkte:
  • PayPay-IPO fällt deutlich unter Erwartungen
  • Jefferies stuft Aktie auf Underperform herab
  • Massives Klumpenrisiko durch OpenAI-Beteiligung
  • OpenAI verzeichnet Milliardenverluste

Der japanische Technologieinvestor SoftBank spürt derzeit kräftigen Gegenwind von zwei Seiten. Während der Börsengang der Tochter PayPay die Erwartungen verfehlte, sorgen die massiven Milliardeninvestitionen in künstliche Intelligenz zunehmend für Unbehagen an der Wall Street. Eine deutliche Analysten-Herabstufung zeigt nun, wie riskant die enge finanzielle Bindung an OpenAI für die eigene Bilanz wird.

Enttäuschendes Börsendebüt

Der Börsengang der digitalen Payment-Tochter PayPay an der US-Börse Nasdaq brachte nicht den erhofften Erfolg. Mit einem finalen Ausgabepreis von 16 US-Dollar pro Aktie landete das Papier unter der anvisierten Spanne von 17 bis 20 Dollar. Insgesamt spülte die Transaktion, die am heutigen Freitag offiziell abgeschlossen wird, rund 880 Millionen Dollar in die Kassen. Bei dieser Preisgestaltung wird das Unternehmen mit knapp 10,7 Milliarden Dollar bewertet.

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Der Mutterkonzern SoftBank reduziert seinen Anteil im Zuge der Aktienplatzierung von 34 auf gut 28 Prozent. Die schwache Preisbildung spiegelt die allgemeine Marktvolatilität wider, die den Appetit der Investoren auf Neuemissionen dämpft. Anleger in Tokio reagierten prompt und schickten die SoftBank-Papiere nach der Bekanntgabe um vier Prozent ins Minus.

Warnsignale der Analysten

Schwerer als der verhaltene Börsengang wiegt die wachsende Skepsis der Finanzexperten. Das Analysehaus Jefferies stufte die SoftBank-Aktie auf „Underperform“ ab und kürzte das Kursziel drastisch von 5.118 auf 3.140 Yen. Hauptgrund für die Warnung ist das enorme Klumpenrisiko durch die Beteiligung an OpenAI. Da SoftBank bei den letzten Finanzierungsrunden rund 85 Prozent des Kapitals beisteuerte, befürchten die Analysten eine künstlich aufgeblähte Bewertung, die den Nettoinventarwert des Mutterkonzerns verzerrt.

Auch die Ratingagentur S&P Global reagierte bereits und senkte den Kredit-Ausblick auf negativ. Die Agentur verwies dabei auf die immense Größenordnung einer weiteren Kapitalzusage von 30 Milliarden Dollar für OpenAI, welche die finanzielle Flexibilität von SoftBank stark einschränkt.

Milliarden-Loch bei OpenAI

Die massiven Kapitalanforderungen des ChatGPT-Entwicklers rücken zunehmend in den Fokus institutioneller Beobachter. OpenAI verzeichnete im dritten Quartal 2025 einen Verlust von rund 12 Milliarden Dollar, was einer jährlichen Verbrennungsrate von über 50 Milliarden Dollar entspricht. Aufgrund dieser Zahlen prüft das Unternehmen mittlerweile die Einführung von Werbung als neue Einnahmequelle.

Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck durch Konkurrenten wie Googles Gemini oder Anthropics Claude-System, welches laut Berichten verstärkt bei Unternehmenskunden punktet. Die finanzielle Verflechtung geht dabei tief: SoftBank zahlt jährlich etwa drei Milliarden Dollar an OpenAI für Lokalisierungsdienste im japanischen Markt.

Eine Aufhellung der aktuellen Lage hängt nun stark von der weiteren Entwicklung bei OpenAI ab. Laut den Experten von Jefferies könnte sich der negative Ausblick für SoftBank erst dann drehen, wenn der KI-Entwickler entweder signifikantes neues Kapital von externen Investoren einsammelt oder einen eigenen Börsengang anstrebt, dessen Bewertung die jüngsten privaten Finanzierungsrunden übersteigt.

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