SoftBank Aktie: Lichtblick gesucht?

SoftBank plant einen 40-Milliarden-Dollar-Kredit für KI-Investitionen, während S&P den Ausblick senkt und die Risikoprämien am Kreditmarkt steigen.

Die Kernpunkte:
  • Rekordkredit von bis zu 40 Milliarden Dollar geplant
  • S&P stuft Ausblick von stabil auf negativ herab
  • Credit-Default-Swaps erreichen 11-Monats-Hoch
  • Weitere Großprojekte: PayPay-IPO und DigitalBridge-Übernahme

SoftBank treibt seine KI-Strategie weiter voran – und will dafür so viel Geld aufnehmen wie nie zuvor in US-Dollar. Gleichzeitig wird das Kreditprofil kritischer: S&P hat den Ausblick gesenkt, und am Derivatemarkt steigen die Risikoprämien spürbar. Wie viel finanziellen Spielraum bleibt, wenn die Finanzierung immer teurer wird?

Rekordkredit für OpenAI

SoftBank sucht einen US-Dollar-Kredit von bis zu 40 Milliarden Dollar. Geplant ist ein Brückendarlehen mit rund 12 Monaten Laufzeit. Vier Banken sollen das Paket zeichnen, darunter JPMorgan Chase, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.

Der Schritt passt zur wachsenden Fokussierung auf KI – setzt SoftBanks Bilanz aber stärker unter Beobachtung. S&P Global hat den Ausblick für SoftBank von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt. Als Grund nannte die Ratingagentur Pläne für eine weitere OpenAI-Investition über zusätzlich 30 Milliarden Dollar, die Liquidität und die Qualität der Vermögenswerte belasten könnte. Das langfristige Emittentenrating bestätigte S&P zugleich mit „BB+“. Laut S&P könnte SoftBank die negativen Effekte begrenzen, wenn Vermögenswerte verkauft werden.

CDS signalisieren höhere Risikoprämie

Die Herabstufung des Ausblicks zeigte schnell Wirkung am Kreditmarkt. Die Credit-Default-Swaps (CDS) von SoftBank weiteten sich auf ein 11-Monats-Hoch aus und blieben laut Bloomberg-Daten die höchsten unter japanischen Unternehmen. Die fünfjährigen CDS lagen bei rund 355 Basispunkten – so hoch wie seit April 2025 nicht mehr und etwa 100 Basispunkte über Nissan.

S&P warnte zudem, dass die Wiederherstellung von Liquidität bei Vermögenswerten und die Verbesserung der Portfolioqualität länger dauern könnten als erwartet. Der breitere CDS-Spread deutet darauf hin, dass Anleiheinvestoren für SoftBanks Schulden inzwischen einen deutlich höheren Risikoaufschlag verlangen.

OpenAI-Deal, PayPay-IPO und DigitalBridge

Im Hintergrund steht ein bereits weitgehend umgesetztes OpenAI-Engagement: SoftBank schloss am 26. Dezember 2025 eine zusätzliche Investition von 22,5 Milliarden Dollar ab. Das war das zweite Closing einer bis zu 40 Milliarden Dollar umfassenden Zusage vom 31. März 2025. Das erste Closing erfolgte im April 2025 mit 7,5 Milliarden Dollar über den SoftBank Vision Fund 2. Zusammen mit einer überzeichneten, aufgestockten Beteiligung externer Co-Investoren von 11,0 Milliarden Dollar ergab sich eine vollständig finanzierte Gesamtzusage von 41,0 Milliarden Dollar. SoftBanks Anteil an OpenAI liegt damit bei rund 11%.

Zur Finanzierung des OpenAI-Pakets verkaufte CEO Masayoshi Son den gesamten Nvidia-Anteil von 5,8 Milliarden Dollar, trennte sich von 4,8 Milliarden Dollar an T-Mobile-US-Anteilen und reduzierte Personal. Außerdem bremste er das übrige Dealgeschäft des Vision Fund stark aus: Transaktionen über 50 Millionen Dollar benötigen seither seine ausdrückliche Zustimmung.

Parallel läuft ein zweites Großthema am Kapitalmarkt: PayPay und ein verbundenes Unternehmen des Vision Fund II wollen in einem US-IPO bis zu 1,1 Milliarden Dollar einsammeln. Laut SEC-Unterlagen bietet PayPay 31,1 Millionen ADRs an, die SoftBank-Einheit weitere 23,9 Millionen ADRs. Die Preisspanne liegt bei 17 bis 20 Dollar je ADR (jeweils eine Aktie). Medienberichten zufolge wurde der Börsengang wegen Marktvolatilität und des jüngsten Nahost-Konflikts verschoben; die Preisfestsetzung wird nun für den 11. März erwartet.

Und auch operativ baut SoftBank an KI-Infrastruktur: Für rund 4,04 Milliarden Dollar wurde ein Deal zur Übernahme von DigitalBridge Group vereinbart, um Rechenzentrums- und Konnektivitätsinfrastruktur (u. a. Data Center, Glasfaser, Funktürme, Edge-Standorte) auszubauen. Der Abschluss wird für Ende 2026 erwartet und hängt noch an üblichen Bedingungen, inklusive regulatorischer Genehmigungen.

Im kurzfristigen Fokus stehen damit drei konkrete Termine und Prozesse: die Syndizierung des bis zu 40-Milliarden-Dollar-Kredits, die IPO-Preisfestsetzung von PayPay am 11. März sowie das regulatorische Verfahren rund um DigitalBridge bis zum erwarteten Closing Ende 2026.

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