SoftBank Aktie: Milliarden-Bündnis geschmiedet

SoftBank, NEC, Honda und Sony gründen ein Konsortium, um ein eigenes KI-Basismodell für Japan zu entwickeln und streben staatliche Fördergelder in Höhe von 6,3 Milliarden US-Dollar an.

Die Kernpunkte:
  • Gründung der Nihon AI Foundation Model Development
  • Ziel ist ein unabhängiges KI-Modell mit einer Billion Parametern
  • Fokus auf physische KI für Robotik und Fertigung
  • Beantragung staatlicher Förderung in Milliardenhöhe

Um im globalen Wettlauf um künstliche Intelligenz nicht den Anschluss zu verlieren, bündelt Japan seine wirtschaftlichen Kräfte. Unter der Führung von SoftBank hat sich ein Konsortium der größten Industriegiganten des Landes zusammengeschlossen. Das Ziel der neuen Allianz ist klar definiert: Ein eigenes, hochkomplexes KI-Modell soll die technologische Unabhängigkeit von US-amerikanischen und chinesischen Anbietern sichern.

Ein Konsortium der Schwergewichte

Am heutigen Sonntag gab die Gruppe offiziell die Gründung der „Nihon AI Foundation Model Development“ bekannt. Neben SoftBank agieren NEC, Honda und Sony als Hauptpartner. Diese vier Gründungsmitglieder halten jeweils Anteile im oberen Zehner-Prozentbereich. Ergänzt wird die Struktur durch strategische Investoren aus der Industrie und dem Finanzsektor, darunter Nippon Steel, Kobe Steel sowie die drei japanischen Megabanken MUFG, SMBC und Mizuho.

Die operative Führung des Joint Ventures übernimmt ein Manager von SoftBank. Das Startteam umfasst rund 100 KI-Ingenieure, wobei zusätzliche technische Expertise von Preferred Networks einfließen soll. Im ersten Schritt konzentriert sich die Arbeit auf ein großes Sprachmodell mit etwa einer Billion Parametern, das gezielt für japanische Geschäftsumgebungen optimiert wird.

Fokus auf physische KI und Staatsgelder

Die langfristige Strategie des Unternehmens geht über reine Software hinaus und zielt auf sogenannte physische KI ab. Diese Technologie dient der Steuerung komplexer Fabrikroboter und autonomer Systeme in der Fertigung und Logistik. Die Aufgabenverteilung ist dabei strikt geregelt: SoftBank und NEC entwickeln das zugrundeliegende Basismodell, während Sony und Honda die praktische Anwendung in der Robotik und Mobilität vorantreiben.

Für die Umsetzung dieses kapitalintensiven Vorhabens streben die Partner massive staatliche Unterstützung an. Bei der Technologiebehörde NEDO bereitet das Konsortium aktuell einen Förderantrag vor. Das Volumen beläuft sich auf bis zu eine Billion Yen, was umgerechnet rund 6,3 Milliarden US-Dollar entspricht. Diese Mittel sollen ab dem Geschäftsjahr 2026 über einen Zeitraum von fünf Jahren ausgeschüttet werden.

Da die Börsen in Tokio am Sonntag geschlossen sind, wird sich die Marktreaktion auf die SoftBank-Bewertung erst zum Handelsstart in der neuen Woche zeigen. Parallel dazu liefern die in den kommenden Tagen anstehenden Quartalszahlen der Halbleiterkonzerne ASML und TSMC konkrete Indikatoren für die kurzfristige Investitionsdynamik im globalen Technologiesektor.

SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 12. April liefert die Antwort:

Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu SoftBank