SoftBank Aktie: Milliardenwette unter Beschuss

SoftBank sieht sich mit Analysten-Herabstufung und negativem Kreditrating konfrontiert. Die massive Investition in OpenAI belastet die Finanzen und den Aktienkurs des Konzerns.

Die Kernpunkte:
  • Jefferies stuft SoftBank auf Underperform herab
  • S&P bewertet Kreditausblick als negativ
  • OpenAI-Investition von 30 Milliarden Dollar belastet
  • Aktienkurs hat sich binnen vier Monaten halbiert

Der japanische Technologiekonzern SoftBank hat sich mit seiner aggressiven Investitionsstrategie voll auf Künstliche Intelligenz fokussiert. Im Zentrum steht ein massives finanzielles Engagement bei OpenAI, das an der Wall Street nun zunehmend kritisch beäugt wird. Eine seltene Kombination aus einer deutlichen Analysten-Herabstufung und einem negativen Kreditaublick zwingt Investoren aktuell zu einer Neubewertung der Risiken.

Zweifel an der OpenAI-Strategie

Die Investmentbank Jefferies stufte die Papiere kürzlich auf „Underperform“ ab und senkte das Kursziel drastisch von 5.118 auf 3.140 Yen. Als Hauptgrund nannten die Experten die steigenden Risiken durch die stark konzentrierten Investitionen in den ChatGPT-Entwickler OpenAI. Dieser Schritt steht nicht isoliert da. S&P Global Ratings revidierte im März 2026 den Ausblick für das Unternehmen auf negativ. Die Ratingagentur verweist auf die gewaltige Kapitalzusage von 30 Milliarden US-Dollar an OpenAI, welche die finanzielle Flexibilität von SoftBank erheblich einschränkt.

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Um diese enormen Verpflichtungen zu stemmen, sucht der Konzern derzeit nach einem Überbrückungskredit in Höhe von bis zu 40 Milliarden US-Dollar. Es wäre die größte jemals von SoftBank aufgenommene, rein in Dollar denominierte Kreditaufnahme.

Hohe Verluste und neue Strukturen

Die Sorgen der Analysten beschränken sich nicht nur auf die hohe Verschuldung des japanischen Konglomerats. Auch die finanzielle Gesundheit der Kernbeteiligung selbst rückt in den Fokus. S&P hob hervor, dass OpenAI im dritten Quartal 2025 Berichten zufolge rund 12 Milliarden US-Dollar verbrannt hat. Das entspricht einem hochgerechneten Jahresverlust von über 50 Milliarden US-Dollar.

Gleichzeitig baut SoftBank seine eigenen Strukturen um. Ein neu geschaffenes „AI Computing“-Segment bündelt Beteiligungen wie den Chipdesigner Arm Holdings. Allerdings verbuchte dieser Bereich in den neun Monaten bis Ende Dezember einen operativen Verlust von 91,8 Milliarden Yen. Verantwortlich dafür waren primär höhere Personalkosten und Übernahmeausgaben im Zusammenhang mit dem Chip-Unternehmen Ampere.

Belastung für den Aktienkurs

Die wachsende Skepsis hinterlässt tiefe Spuren an der Börse. Innerhalb von vier Monaten hat sich der Wert der SoftBank-Papiere nahezu halbiert. Investoren hinterfragen zunehmend die Intransparenz der Bewertungen bei nicht börsennotierten Beteiligungen und den hohen Fremdkapitaleinsatz. Zwar verzeichnete der Vision Fund im Dezember-Quartal einen Gewinn von 2,4 Milliarden US-Dollar, der maßgeblich durch eine höhere Bewertung der OpenAI-Anteile gestützt wurde. Jedoch reicht dies offenbar nicht aus, um die Bedenken des Marktes bezüglich der Klumpenrisiken zu zerstreuen.

Die zentrale Herausforderung für SoftBank besteht nun darin, die Balance zwischen der wachsenden Schuldenlast und der langfristigen KI-Vision zu beweisen. Am 7. Mai 2026 wird der Konzern seine nächsten Quartalszahlen vorlegen. Dieser Termin liefert dem Markt die nächste konkrete Gelegenheit, um die Tragfähigkeit der stark auf Künstliche Intelligenz ausgerichteten Bilanz anhand harter Fakten zu überprüfen.

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