SoftBank Aktie: OpenAI-Wette beflügelt

SoftBank erzielt dank steigender OpenAI-Bewertung erneut Quartalsgewinn, doch die hohe Abhängigkeit von der KI-Firma und gestiegene Verschuldung belasten die Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Viertes Quartal in Folge mit schwarzen Zahlen
  • OpenAI-Beteiligung bringt Milliarden-Buchgewinn
  • Zahlungstochter PayPay plant US-Börsengang
  • Aktienkurs fällt nach Veröffentlichung deutlich

SoftBank hat zum vierten Mal in Folge schwarze Zahlen geschrieben. Der japanische Technologiekonzern profitiert massiv von seiner Beteiligung an OpenAI, dem Entwickler von ChatGPT. Doch die Freude der Anleger hielt nur kurz: Am Tag nach den Zahlen sackte die Aktie um fast 9 Prozent ab.

Die wichtigsten Fakten:

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  • Gewinn im Quartal: 248,6 Milliarden Yen (1,62 Milliarden Dollar)
  • Vorjahr: 369 Milliarden Yen Verlust
  • OpenAI-Investment brachte bisher 19,8 Milliarden Dollar Buchgewinn
  • Zahlungstochter PayPay plant US-Börsengang
  • Aktie fiel am 13. Februar um 8,9 Prozent

Vierte Quartals-Schwarzschreibung dank OpenAI

Für die drei Monate bis Dezember 2025 meldete SoftBank einen Nettogewinn von 248,6 Milliarden Yen. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern noch einen Verlust von 369 Milliarden Yen verbucht. Der Haupttreiber: Die Bewertung der OpenAI-Beteiligung steigt weiter.

Die Neunmonatszahlen zeigen die Dimension der Trendwende. Mit 3,17 Billionen Yen (20,7 Milliarden Dollar) lag der Gewinn fünfmal höher als im Vorjahr. Der Umsatz kletterte in diesem Zeitraum um knapp 8 Prozent auf 5,7 Billionen Yen.

Klumpenrisiko wächst

SoftBank hat mittlerweile mehr als 30 Milliarden Dollar in OpenAI investiert und hält rund 11 Prozent der Anteile. Zusammen mit der Chipdesign-Tochter Arm machen die beiden Beteiligungen bereits 65 Prozent des Nettovermögens aus. Der Konzern ist faktisch zu einem börsengehandelten OpenAI-Proxy geworden.

Um die aggressive Investitionsstrategie zu finanzieren, hat SoftBank die Verschuldung deutlich erhöht. Die gegen Arm-Aktien besicherten Kredite stiegen von 13,5 auf 20 Milliarden Dollar. Auch die Darlehen gegen SoftBank-Corp-Anteile wurden von 800 Milliarden auf 1,2 Billionen Yen aufgestockt.

Liquidität durch Asset-Verkäufe

Zwischen Juni und Dezember 2025 verkaufte der Konzern Teile seiner T-Mobile-Beteiligung für 12,7 Milliarden Dollar. Die Nvidia-Position wurde bereits zuvor komplett aufgelöst. Das Loan-to-Value-Verhältnis stieg Ende Dezember auf 20,6 Prozent, nachdem es drei Monate zuvor noch bei 16,5 Prozent lag. Die Barreserven sanken auf 3,8 Billionen Yen.

PayPay visiert Nasdaq an

Am 13. Februar gab SoftBank bekannt, dass die Zahlungstochter PayPay die Börsenunterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat. Die American Depositary Shares sollen unter dem Kürzel „PAYP“ an der Nasdaq notieren. Goldman Sachs, J.P. Morgan, Mizuho Securities und Morgan Stanley begleiten die Emission.

SoftBank will PayPay auch nach dem Börsengang als Tochtergesellschaft führen. Wesentliche Auswirkungen auf das Konzernergebnis erwartet das Management nicht.

Anleger reagieren verhalten

Die Aktie legte am 12. Februar vor den Zahlen um 2,4 Prozent zu. Einen Tag später kippte die Stimmung: Der Kurs verlor 8,9 Prozent. Offenbar bereitet Investoren die hohe Konzentration auf OpenAI Sorgen.

Der Abschlag zum Nettovermögen liegt aktuell bei 17 Prozent. Ende September waren es noch 20 Prozent, der Sechsmonatsdurchschnitt beträgt 26 Prozent. Die Bewertungslücke hat sich zwar verringert, doch die Abhängigkeit von einer einzigen Wette auf künstliche Intelligenz bleibt das beherrschende Thema für die SoftBank-Aktie.

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