SoftBank Aktie: Rating wackelt!
SoftBank finanziert Milliarden-Engagement bei OpenAI mit Rekordzinsanleihen. Die Ratingagentur S&P reagiert mit negativem Ausblick auf die wachsende Schuldenlast.

- Anleihenemission mit historisch hohem Zinskupon
- Geplante Investition von 64,6 Mrd. Dollar in OpenAI
- S&P stuft Ratingausblick auf negativ herab
- Aktie zeigt extreme Kursschwankungen
Masayoshi Son geht aufs Ganze. Der japanische Tech-Gigant SoftBank pumpt gigantische Summen in OpenAI und nimmt dafür historische Zinslasten in Kauf. An der Börse sorgt diese aggressive Strategie für extreme Ausschläge – und ruft nun die Ratingagenturen auf den Plan.
Historische Zinslast für KI-Träume
Um den massiven Kapitalbedarf zu decken, platzierte der Konzern Mitte April Anleihen im Wert von umgerechnet rund 3,6 Milliarden US-Dollar. Die Mittel fließen in die Refinanzierung und tilgen Brückenkredite für bisherige KI-Investments.
Investoren lassen sich dieses Risiko teuer bezahlen. Die zehnjährige Dollar-Tranche ist mit einem Kupon von 8,5 Prozent ausgestattet. Einen derart hohen Zins musste SoftBank in dieser Währung noch nie bieten. Analysten von CreditSights warnen bereits vor einer zunehmend angespannten Bilanz.
Die 64-Milliarden-Dollar-Wette
Hinter dem Geldbedarf steckt eine beispiellose Offensive. SoftBank hat weitere 30 Milliarden Dollar für Folgeinvestitionen in den ChatGPT-Entwickler zugesagt. Eine erste Tranche über zehn Milliarden Dollar floss bereits Anfang April über den Vision Fund 2.
Sind alle Zahlungen abgeschlossen, summiert sich das Engagement der Japaner bei OpenAI auf voraussichtlich 64,6 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Anteil von etwa 13 Prozent. Parallel dazu bereitet das Management einen gigantischen Brückenkredit über 40 Milliarden Dollar vor und sucht dafür globale Geldgeber.
Ratingagentur zieht Konsequenzen
Die rasante Schuldenaufnahme fordert ihren Tribut. S&P Global Ratings senkte den Ausblick für SoftBank kürzlich auf „negativ“. Die Experten befürchten, dass die enormen Investitionen die Liquidität belasten und die Kreditqualität des gesamten Portfolios aufweichen.
Am Aktienmarkt dominieren derweil extreme Schwankungen. Trotz eines Rücksetzers am Freitag beendete das Papier die Handelswoche mit einem satten Plus von rund 20 Prozent bei 4.527 Yen. Ein Großteil dieser Gewinne entstand durch eine kurzfristig verbesserte globale Marktstimmung und den Risikoappetit internationaler Investoren.
Charttechnisch bleibt das Umfeld fragil. Die Aktie notiert aktuell gut 34 Prozent unter ihrem Vorjahreshoch. Hält der Kurs die in dieser Woche zurückeroberte 200-Tage-Linie nicht, droht angesichts der kritischen Blicke auf die Schuldenlast ein schneller Test tieferer Unterstützungszonen.
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