SoftBank Aktie: Riskantes Spiel!

SoftBank setzt trotz massiver Kursverluste durch KI-Konkurrenz auf langfristiges Wachstum mit Meesho-Börsengang und verstärkt seine KI-Investitionen mit milliardenschweren Übernahmen.

Die Kernpunkte:
  • Meesho peilt IPO mit 5,6 Milliarden Bewertung an
  • SoftBank verzichtet auf Anteilsverkauf beim Börsengang
  • Aktie verliert 40 Prozent durch KI-Konkurrenzkampf
  • Übernahme von Ampere Computing für KI-Offensive

Masayoshi Son ist für seine gewagten Manöver bekannt, doch aktuell steht SoftBank in einem heftigen Kreuzfeuer der Märkte. Während der Technologiekonzern an der Börse wegen seiner aggressiven Wette auf OpenAI abgestraft wurde, sorgt nun eine Nachricht aus Indien für neue Fantasie. Ist der geplante Börsengang der E-Commerce-Plattform Meesho der nötige Rettungsanker oder nur ein Tropfen auf den heißen Stein im Kampf gegen die Tech-Giganten?

Milliarden-Poker in Indien

Der Fokus verlagert sich an diesem Wochenende auf das Portfolio-Management des Konzerns. Die SoftBank-Beteiligung Meesho treibt ihren Börsengang (IPO) voran und peilt dabei Berichten zufolge Einnahmen von rund 606 Millionen Dollar an. Besonders ein Detail der geplanten Transaktion dürfte Anleger aufhorchen lassen:

  • Hohe Bewertung: Das Unternehmen zielt auf eine Gesamtbewertung von etwa 5,6 Milliarden Dollar ab.
  • Kein Ausverkauf: Anders als oft üblich, plant SoftBank – ebenso wie Co-Investor Prosus – keine Anteile zu verkaufen.
  • Strategisches Signal: Dieser Schritt ist ein massiver Vertrauensbeweis. Statt schnelle Kasse zu machen, setzt das Management auf langfristiges Wachstum im boomenden indischen Digitalmarkt.

Diese Nachricht kristallisiert den Wert eines wichtigen “Vision Fund”-Assets heraus und könnte die zuletzt trübe Stimmung etwas aufhellen.

KI-Krieg eskaliert

Doch dieser Hoffnungsschimmer trifft auf ein extrem nervöses Umfeld. Die Aktie geriet zuletzt massiv unter die Räder, was sich auch im Kursverlauf zeigt: Auf 30-Tage-Sicht brach der Titel um fast 40 Prozent ein. Der Auslöser für diesen Abverkauf ist die Angst vor der Konkurrenz.

Google hat mit seinem neuen Modell “Gemini 3” die Muskeln spielen lassen und damit Zweifel an der Dominanz von OpenAI gesät. Das Problem für SoftBank: Der Konzern wird an der Börse zunehmend als Proxy-Wette auf OpenAI wahrgenommen. Nachdem SoftBank sogar seine Nvidia-Anteile abstieß, um eine 40-Milliarden-Dollar-Pipeline für das ChatGPT-Unternehmen zu finanzieren, reagiert der Kurs nun hypersensibel auf jede technologische Machtverschiebung. Verliert OpenAI die Führung, trifft es SoftBank direkt ins Mark.

Alles auf eine Karte

Ungeachtet der Volatilität baut der Konzern sein Imperium radikal für die “KI-Revolution” um. Die jüngste Übernahme des Chip-Designers Ampere Computing für 6,5 Milliarden Dollar unterstreicht, wie ernst es CEO Masayoshi Son meint. Finanziert wird dieser aggressive Kurs durch den Anleihemarkt, wo sich das Unternehmen frisches Kapital in Milliardenhöhe besorgt hat.

SoftBank befindet sich in einem komplexen Tauziehen. Der anstehende Meesho-IPO beweist zwar, dass das klassische Beteiligungsgeschäft noch Werte liefert, doch das Schicksal der Aktie hängt wohl stärker denn je am Erfolg der hochriskanten KI-Strategie. Ob die Nachrichten aus Indien ausreichen, um die Sorgen vor Googles KI-Offensive zu beruhigen, wird der Wochenstart zeigen.

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