SoftBank: EU genehmigt OpenAI-Joint-Venture

SoftBank-Aktie steigt um 18 Prozent dank starker Arm-Zahlen und EU-Genehmigung für OpenAI-Joint Venture.

Die Kernpunkte:
  • Kurssprung von 18 Prozent
  • Arm Holdings mit überraschend hohen Gewinnen
  • EU genehmigt Joint Venture mit OpenAI
  • Verschuldungsgrad steigt auf 20,6 Prozent

Die japanischen Börsen öffnen nach der „Golden Week“ wieder, und SoftBank meldet sich mit einem Paukenschlag zurück. Der Technologiekonzern profitiert von einem perfekten Sturm aus starken Tochter-Zahlen und geopolitischer Entspannung. Anleger bewerten das Unternehmen zunehmend als direkten Hebel auf den globalen KI-Ausbau.

Die Aktie schoss am Donnerstag um 18 Prozent auf das Tageslimit von 6.424 Yen nach oben. Haupttreiber für diesen Kurssprung ist die britische Chip-Tochter Arm Holdings. Das Unternehmen meldete am späten Mittwoch überraschend hohe Gewinne für das abgelaufene Quartal. Das Management verwies auf eine ungebremste Nachfrage nach Hochleistungschips für KI-Rechenzentren.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SoftBank?

SoftBank hält rund 90 Prozent an dem Chipdesigner. Die steigende Bewertung der Tochter schlägt direkt auf die Bilanz der Japaner durch. Arm dient dem Konzern als zentrales Finanzierungsinstrument. Ein Beispiel dafür ist ein bestehender Margin-Kredit in zweistelliger Milliardenhöhe.

OpenAI-Deal und geopolitischer Rückenwind

Flankiert wird die Rally von regulatorischen Fortschritten in Europa. Die EU-Kommission genehmigte am Dienstag offiziell ein Joint Venture zwischen SoftBank und OpenAI. Wettbewerbsbedenken bei KI-Anwendungen sieht die Behörde nicht. Parallel dazu stützten Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran die Marktstimmung. Eine Entspannung in Nahost mindert die Sorge vor Lieferkettenausfällen bei Chemikalien für die Chip-Produktion.

Investoren betrachten SoftBank mittlerweile als eine Art börsennotierten Stellvertreter für OpenAI. Der Konzern hat laut Schätzungen bislang knapp 65 Milliarden Dollar in das KI-Unternehmen investiert. Das entspricht einem Anteil von etwa 13 Prozent. Die Marktkapitalisierung von SoftBank kletterte durch den jüngsten Kursanstieg auf umgerechnet rund 36,7 Billionen Yen.

Steigende Schuldenlast

Die aggressive Expansionsstrategie hat allerdings ihren Preis. Die Verschuldung des Konzerns im Verhältnis zum Portfoliowert steigt. Die sogenannte Loan-to-Value-Ratio kletterte zuletzt von 16,5 auf 20,6 Prozent. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass SoftBank dadurch extrem empfindlich auf mögliche Bewertungsrückgänge bei seinen Kernbeteiligungen reagiert.

Der Kurssprung am Donnerstag war Teil einer breiteren Aufholjagd im japanischen Tech-Sektor. Auch Halbleiterwerte wie Kioxia und Ibiden verzeichneten zweistellige Zuwächse, nachdem sie die globalen Gewinne während der Feiertage verpasst hatten. Ende Mai legt SoftBank seine vollständigen Konzernzahlen vor. Der Bericht wird konkrete Daten dazu liefern, wie stark sich der radikale Schwenk zur KI-Infrastruktur bereits im operativen Geschäft niederschlägt.

SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 13. Mai liefert die Antwort:

Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu SoftBank