SoftBank Group Aktie: Arm-Kredit auf 25 Milliarden aufgestockt

SoftBank stockt besicherte Finanzierungen auf, verhandelt über weitere Milliarden und sieht sich mit steigenden Ausfallabsicherungskosten konfrontiert.

Die Kernpunkte:
  • Arm-Kredit auf 25 Milliarden erhöht
  • Apollo-Verhandlungen über bis zu neun Milliarden
  • 64,6 Milliarden für OpenAI zugesagt
  • Ausfallabsicherung erreicht Dreijahreshoch

Der japanische Technologiekonzern SoftBank Group baut seine Fremdfinanzierung über besicherte Darlehen weiter aus. Laut Bloomberg hat das Unternehmen seinen Margin-Kredit gegen Anteile am Halbleiterentwickler Arm auf 25 Milliarden US-Dollar aufgestockt. Am Markt sorgt der wachsende Verschuldungsgrad für Verkaufsdruck: Das Papier verliert heute 5,4 Prozent auf 35,01 Euro.

Die Ausweitung der Kreditlinien unterstreicht den enormen Liquiditätsbedarf der Holding. SoftBank nutzt zunehmend bestehende Kernbeteiligungen als Pfand, um frische Mittel für umfangreiche Engagements im Bereich künstliche Intelligenz zu beschaffen, ohne Anteile direkt veräußern zu müssen.

Verhandlungen über Aufstockung mit Apollo

Parallel zur Arm-Fazilität verhandelt der Konzern mit dem Finanzinvestor Apollo Global Management über eine deutliche Erhöhung eines bestehenden Kredits. Die durch Vermögenswerte des Vision Fund 2 besicherte Kreditlinie soll von 5,4 Milliarden auf bis zu 9 Milliarden US-Dollar angehoben werden. Die endgültige Vereinbarung über das genaue Volumen der Aufstockung ist noch offen.

Die Finanzierungsgespräche flankieren umfangreiche Kapitalzusagen. SoftBank hat sich verpflichtet, insgesamt 64,6 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren. Zur Finanzierung dieser Schritte schloss der Konzern bereits im August 2026 einen Margin-Kredit über 10 Milliarden US-Dollar ab, der durch die OpenAI-Beteiligung abgesichert ist und an dem Apollo ebenfalls als Geldgeber mitwirkte.

Kreditausfallversicherungen auf Dreijahreshoch

Die zunehmende Hebelung der Beteiligungen stößt an den Anleihemärkten auf wachsende Zurückhaltung. Die Kosten zur Absicherung gegen Zahlungsausfälle von SoftBank über Credit Default Swaps erreichten ein Dreijahreshoch. Zugleich befindet sich eine mögliche Emission von Hochzinsanleihen in einem Umfang von 10 bis 20 Milliarden US-Dollar im Gespräch.

Für Anleger rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie tragfähig die Konstruktion aus milliardenschweren Kreditaufnahmen und illiquiden Technologiebeteiligungen bleibt. Das Management setzt darauf, über besicherte Kredite Handlungsspielraum zu sichern, erhöht damit jedoch die Abhängigkeit von der Bewertung seiner Schlüsselaktiva.

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