SoftBank Group Aktie: Saimemory kooperiert mit Shinko Electric

Neue Speicher- und Netzprojekte ergänzen SoftBanks KI-Strategie, während hohe Finanzierungskosten und eine geplante OpenAI-Zahlung im Fokus stehen.

Die Kernpunkte:
  • Saimemory entwickelt Speichertechnik mit Shinko
  • Vier Mobilfunkanbieter prüfen gemeinsame 5G-Infrastruktur
  • OpenAI-Überweisung von zehn Milliarden Dollar geplant
  • SoftBanks Kreditausfallversicherungen über 400 Basispunkte

Die SoftBank Group treibt ihre technologische Neuausrichtung auf Künstliche Intelligenz über das reine Beteiligungsgeschäft hinaus voran. Am Montag vereinbarte die Konzerntochter Saimemory eine Partnerschaft mit Shinko Electric Industries zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung einer Speichertechnologie der nächsten Generation.

Die Neuentwicklung zielt darauf ab, Rechenzentren beim Training sowie beim Betrieb komplexer KI-Modelle mit höherer Bandbreite und Speicherkapazität zu unterstützen, während der Stromverbrauch gleichzeitig gesenkt werden soll.

An den Märkten sorgte die strategische Ausweitung der Hardware-Aktivitäten zunächst für verhaltene Reaktionen. Im vorbörslichen Handel notiert die SoftBank-Aktie bei 33,17 Euro, was einem Rückgang von 2,7 Prozent entspricht. Anleger wägen die operativen Fortschritte gegen die anhaltenden finanziellen Verpflichtungen der umfassenden KI-Expansion ab.

Infrastrukturkooperationen und nationale Datensicherheit

Die Speicherinitiative fügt sich in eine Reihe paralleler Schritte ein, mit denen der japanische Konzern seine technologische Basis absichert. Ebenfalls am Montag unterzeichneten SoftBank, KDDI, NTT Docomo und Rakuten Mobile eine Absichtserklärung.

Die vier Mobilfunkanbieter prüfen darin Modelle für eine gemeinsame Nutzung von 5G-mmWave-Basisstationen und Antennenanlagen, um Kosten beim Netzausbau zu dämpfen und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen, ohne dabei eigenständige Ausbaupläne aufzugeben.

Zugleich forciert SoftBank Anwendungen zur Datensicherheit im heimischen Markt. Einem Bericht von Nikkei zufolge treiben SoftBank und NTT Vorhaben voran, bei denen sensible Kundendaten innerhalb Japans verarbeitet werden sollen.

SoftBank und das Gemeinschaftsunternehmen SB OAI Japan weiteten ein auf OpenAI basierendes Patch-Verfahren für Softwareschwachstellen auf 3.000 berechtigte Firmen aus. Vorabanalysen hatten zuvor durchschnittlich rund 280 potenzielle Schwachstellen je zehn Millionen Codezeilen offengelegt, von denen ein Viertel als hochriskant eingestuft wurde.

Hohe finanzielle Bindung an OpenAI

Die technologischen Initiativen stehen im Schatten enormer Kapitalanforderungen. Für den 1. Oktober plant SoftBank vorbehaltlich aller Bedingungen eine weitere Überweisung von 10 Milliarden US-Dollar an den ChatGPT-Entwickler OpenAI. Nach Vollzug dieses Schritts würde die kumulierte Beteiligung des Konzerns an dem US-Unternehmen auf rund 64,6 Milliarden US-Dollar steigen, was einem Anteil von etwa 13 Prozent entspräche.

Die Mittelbeschaffung für diese Expansion hatte das Unternehmen zuvor über den High-Yield-Markt eingeleitet, wo Tranchen mit Renditen von bis zu 9,75 Prozent platziert wurden.

Die aggressive Schuldenaufnahme stieß an den Kreditmärkten zuletzt auf wachsende Vorsicht. Die fünfjährigen Kreditausfallversicherungen von SoftBank stiegen in der vierten Septemberwoche auf über 400 Basispunkte, nachdem sie im Juni noch bei rund 280 Basispunkten gelegen hatten.

Goldman-Creditstrategin Amanda Lynam warnte jüngst davor, dass das hohe Angebot an Neuemissionen die Risikoprämien im Hochzinssegment belastet. Mit den neuen Technologiebündnissen versucht SoftBank nun zu unterstreichen, dass die massiven Investitionen operativ durch eigene Hardware- und Plattformkonzepte untermauert werden.

Anzeige

Stand heute, 29. September: SoftBank Group – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in SoftBank Group investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 29. September gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

SoftBank Group: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu SoftBank Group