SoftBank Group Aktie: Zweifacher Rückenwind
SoftBank Group verzeichnet deutlichen Kursanstieg dank KI-Euphorie und überzeugender Quartalszahlen der Telekomtochter SoftBank Corp.

- Aktie springt über zehn Prozent
- KI-Rally in Asien beflügelt Kurse
- SoftBank Corp übertrifft Erwartungen
- Jahresprognose der Tochter bestätigt
SoftBank Group schoss am Mittwoch um mehr als zehn Prozent auf 5.800,0 Yen nach oben. Zwei Entwicklungen trafen an diesem Tag zusammen und verstärkten sich gegenseitig — eine branchenweite KI-Rally in Asien und überraschend starke Quartalszahlen der Telekomtochter SoftBank Corp.
Arm-Rally schwappt nach Tokio
Der Auslöser kam zunächst aus New York. Nach einer Rekordnacht an der Wall Street, angetrieben von starken Unternehmenszahlen und sinkenden Ölpreisen, sprang der Nasdaq Composite um 2,59 Prozent auf ein neues Hoch. Diese Euphorie schwappte direkt auf asiatische Technologiewerte über. Neben SoftBank Group legten auch Tokyo Electron, Advantest und der Speicherchiphersteller Kioxia deutlich zu, in Südkorea zogen SK Hynix und Samsung Electronics mit.
Für SoftBank Group kommt ein weiterer Faktor hinzu: Arm Holdings, die mehrheitlich von der Gruppe kontrollierte Chipdesign-Tochter, legte in der Übernacht-Sitzung ebenfalls zu. Grund dafür sind Erwartungen an höhere KI-bezogene Lizenzeinnahmen aus Rechenzentren sowie neue Entwicklungspläne für Prozessoren.
Telekomtochter liefert Rückenwind
Parallel dazu lieferte die Telekomsparte SoftBank Corp handfeste Zahlen. Der Umsatz stieg im ersten Fiskalquartal um 9,4 Prozent auf einen Rekordwert von 1,81 Billionen Yen, umgerechnet rund 11 Milliarden Dollar — und lag damit über den Konsensschätzungen. Das operative Ergebnis kletterte um 4,0 Prozent auf 302,3 Milliarden Yen, der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn stieg um 3,3 Prozent auf 150,1 Milliarden Yen und übertraf die Analystenerwartungen um fast elf Prozent.
Getragen wurde das Wachstum von praktisch allen Geschäftsbereichen. Im Unternehmenskundengeschäft legten Cloud- und KI-Dienste um 31 Prozent zu, während Firmen ihre Ausgaben für Rechenzentrumsinfrastruktur und Cybersicherheit hochfuhren. Das Finanzgeschäft profitierte von steigenden Transaktionsvolumina bei der Bezahl-App PayPay und wuchs um 27 Prozent, der Vertriebsbereich um 22,8 Prozent.
SoftBank Corp bestätigte ihre Jahresprognose unverändert: 7,5 Billionen Yen Umsatz, 1,1 Billionen Yen operatives Ergebnis und 560 Milliarden Yen Nettogewinn für das bis März 2027 laufende Geschäftsjahr. Auch die Dividendenprognose der Telekomtochter bleibt bei 8,80 Yen je Aktie unverändert.
Für die Muttergesellschaft SoftBank Group bedeutet die Kombination aus Arm-Fantasie und solider Konzernbasis bei der Tochter einen der stärksten Handelstage der jüngeren Zeit. Ob sich die Rally aus New York in den kommenden Sitzungen fortsetzt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie sich die Stimmung rund um Halbleiterwerte in Asien weiterentwickelt.
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