SoftBank: Musk teilt bei den Turbinen aus

Kreditausfallversicherungen erreichen den höchsten Stand seit 2022, während SoftBank und ABB eine neue Struktur für den Robotikkauf prüfen.

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Die Kernpunkte:
  • Kreditschutz steigt auf 466 Basispunkte
  • Dollar-Anleihe verliert 0,9 Cent
  • SoftBank und ABB prüfen China-Ausgliederung
  • Transaktionsvolumen beträgt rund 5,4 Milliarden US-Dollar

SoftBanks Risiken rücken auch am Kreditmarkt stärker in den Blick. Laut Reuters stiegen die fünfjährigen Kreditausfallversicherungen am Freitag auf 466 Basispunkte und damit auf den höchsten Stand seit Oktober 2022. Für Anleger verschärft das die Finanzierungsfrage, solange zugleich die Zukunft der geplanten Übernahme von ABB Robotics offenbleibt.

Der Druck reicht damit über die Bewertung der Aktie hinaus. Für SoftBank spricht die Suche nach einer Lösung für das blockierte Geschäft. Entlastung bietet dieser Ansatz allerdings erst, wenn daraus eine genehmigungsfähige Vereinbarung wird.

Anleihe und Kreditschutz unter Druck

Auch SoftBanks Dollar-Anleihe mit Laufzeit bis 2032 geriet am Freitag unter Druck. Medienberichten zufolge verlor sie 0,9 Cent und verzeichnete damit den stärksten Tagesrückgang seit zehn Wochen. Der Rückgang fiel in einen breiteren Ausverkauf von KI-Aktien.

Das Marktumfeld ist für die Einordnung wichtig: Der Verkaufsdruck erfasste auch asiatische Dollar-Anleihen anderer Emittenten. SoftBank steht damit unter unternehmensspezifischem und allgemeinem Marktdruck. Eine Beruhigung des Technologiesektors könnte helfen, sofern sich die Sorgen um das Unternehmen selbst ebenfalls abschwächen.

Zusätzliche Unruhe brachte Elon Musk mit einer Behauptung vom Freitag. Er erklärte, SoftBank erfülle Turbinenbestellungen nicht; SoftBank und die betroffenen Hersteller bestätigten dies nicht. Musk nannte dabei keine Hersteller.

Für Anleger bleibt die Aussage daher ein unbestätigter Vorwurf. Gewicht für die Bewertung der Finanzierungslage bekäme sie erst, wenn überprüfbare Angaben zu betroffenen Bestellungen oder Vertragspartnern hinzukämen. Die unmittelbar beobachtbaren Warnsignale liegen bislang in der Entwicklung von Anleihe und Kreditschutz.

Robotikgeschäft bleibt entscheidender Prüfstein

Parallel suchen SoftBank und ABB nach einem Weg für die am Donnerstag gestoppte Übernahme. Bloomberg berichtet heute unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen, dass beide Unternehmen eine Herauslösung des China-Geschäfts prüfen. Die geplante Transaktion hat ein Volumen von rund 5,4 Mrd. US-Dollar.

Der Ansatz könnte einen Weg für den Erwerb der übrigen Aktivitäten eröffnen, sofern sich Unternehmen und zuständige Behörden auf die neue Struktur verständigen. Eine Einigung oder bestätigte Erfolgsaussicht gibt es bislang nicht.

China steht für rund 30 % des Robotikgeschäfts. Eine Herauslösung würde den Umfang des ursprünglich vereinbarten Erwerbs entsprechend verändern. Für SoftBank wäre deshalb neben der Genehmigungsfähigkeit entscheidend, zu welchen Bedingungen die verbleibenden Aktivitäten übernommen werden könnten.

Die Anlegerfrage lautet damit nicht allein, ob SoftBank den Robotikkauf retten kann. Entscheidend ist, ob eine tragfähige Transaktionsstruktur entsteht, während der Kreditmarkt höhere Risiken signalisiert. Eine konkrete Vereinbarung würde den Ausblick stützen, sofern auch ihre finanziellen Bedingungen überzeugen.

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