Softbank und Swiss Re: Technologie-Kooperation geplatzt

Der japanische Softbank-Konzern und die Swiss Re haben ihre Gespräche über eine Beteiligung des Großinvestors beendet. Wie der Schweizer Rückversicherungs-Konzern am Montag mitteilte, halte man sich dennoch die Möglichkeit offen, auf operativer Ebene Kooperationen mit dem Technologie-Konzern einzugehen.

In einer Pressemitteilung nannte die Swiss Re keine konkreten Gründe für das Ende der Verhandlungen. Jedoch wolle das Unternehmen die verfolgte „Technologiestrategie weiterhin mit einer Kombination aus Eigenentwicklungen und Kooperationen von Drittanbietern umsetzen“.

Idee einer Beteiligung kam von der Softbank

Die seit Februar laufenden Gespräche zwischen der Softbank und der in Zürich ansässigen Versicherung hatten eine milliardenschwere Minderheitsbeteiligung von bis zu 10 Prozent zum Inhalt. Da Softbank die Aktien über die Börse hätte erwerben müssen, wäre ein Einstieg der Japaner verhältnismäßig teuer geworden.

Bereits Anfang Mai war John Dacey, CFO der Swiss Re, dem Eindruck entgegengetreten, dass es in den Verhandlungen zwischen der Softbank und seinem Konzern Fortschritte gegeben hätte. Gleichzeitig betonte er, dass nicht die Swiss Re den Kontakt zur Softbank gesucht habe. Vielmehr war der japanische Technologie-Großinvestor mit der Idee einer Zusammenarbeit oder einer möglichen Investition an die Schweizer herangetreten.

Als eine der führenden Rückversicherungen bietet die Swiss Re Gruppe ihren Kunden weltweit Versicherungslösungen an. Dabei können Kunden aus einer Vielzahl von Versicherungen wählen, die unter anderem auch Schäden aus dem Klimawandel, Naturkatastrophen sowie der Cyberkriminalität und der Alterung der Bevölkerung einschließen.

Aktien der Swiss Re mit leichtem Abschlag

Für den Aktienkurs der Swiss Re bedeutet die ergebnislose Beilegung der Beteiligungsgespräche nichts Gutes. Vermutlich werden Spekulanten mit Verkäufen reagieren und den Kurs unter Druck bringen. Im frühen Handel über Quotrix hatten Aktien der Gesellschaft am Montagmorgen mit einem Abschlag von 1,67 % auf die Neuigkeiten reagiert.

Der Aktienkurs der Softbank dürfte sich von dem Ende der Gespräche wenig beeindruckt zeigen. Zwar ging es bei den Gesprächen um eine Beteiligung in Milliardenhöhe. Doch hätte der Investor durch die relativ kleine Beteiligung ohnehin nur beschränkte Einflussmöglichkeiten auf das operative Geschäft der Swiss Re gehabt.

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