Software AG enttäuscht den Markt mit ihren Jahresergebnissen

Die Bilanz der Software AG für das letzte Quartal des zurückliegenden Geschäftsjahres fiel unerwartet schwach aus. Trotzdem erklärte das Unternehmen das Schlussquartal zu einem Rekordquartal. Zu erklären ist dies damit, dass der wichtigste Wachstumsbereich, die Sparte Digital Business Plattform, neue Höchststände bei Lizenz- und Wartungserlösen auswies.

Allerdings blieben auch diese hinter den zuvor gesteckten Zielen zurück. Währungsbereinigt konnte die Sparte ihren Umsatz nur um 3 % steigern, prognostiziert war ein Plus von 5 % bis 10 %. Insgesamt konnte die Software AG ein Umsatzplus um 3 % auf 263,9 Millionen Euro ausweisen.

Deutliche Gewinnrückgänge

Damit verfehlte man aber die Analystenschätzungen, die bei 266 Millionen Euro gelegen hatten. Beim Gewinn vor Steuern und Zinsen gab es im Berichtsquartal sogar einen deutlichen Rückgang um 9 % auf 75,1 Millionen Euro. Hier lagen die Erwartungen bei 80 Millionen Euro.

Dieser Rückgang im Ertrag setzte sich auch beim Nettogewinn fort. Dieser lag nur bei 58 Millionen Euro, ein Abschlag von 11 % gegenüber dem Vorjahr. Und auch hier schaffte das Unternehmen nicht die Erwartungen des Marktes. Immerhin: Bei der EBITA-Marge erreichte das Unternehmen für das Gesamtjahr mit 31,2 % den oberen Bereich der bisherigen Prognosespanne, die von 30,5 % bis 31,5 % reichte.

Software AG bleibt bei seinen Jahresprognosen

Für das neue Jahr bleibt das Unternehmen bei seiner Schätzung, in der wichtigen Sparte Digital Business Plattform den Umsatz um 5 % bis 10 % steigern zu können. Das Margenziel auf Basis des EBITA wird ebenfalls beibehalten.

Dass angesichts der enttäuschenden Entwicklung die Aktie heute unter Druck steht, versteht sich fast von selbst. Immerhin kann sich der Wert nach einem bisherigen Tagestief bei 30,29 Euro deutlich erholen und liegt derzeit bei 31,78 Euro nur noch gut 1 % im Minus.

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