Sol Strategies Aktie: HoudiniSwap liefert 1,2 Millionen CAD

Sol Strategies erzielt erste HoudiniSwap-Erlöse und gewinnt VanEck als Partner, doch hohe Bewertungsverluste führen zu einem Nettoverlust.

Die Kernpunkte:
  • HoudiniSwap steuert 1,2 Millionen CAD bei
  • VanEck nutzt Sol Strategies fürs Staking
  • Orangefin-Validator erreicht 5,84 Prozent APY
  • Neunmonatsverlust beträgt 119,36 Millionen CAD

Sol Strategies treibt die Neuausrichtung vom reinen Investment-Vehikel hin zu einer integrierten Blockchain-Plattform voran. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal, das am 30. Juni endete, präsentierte das Unternehmen am 19. August eine Bilanz, die maßgeblich durch die Integration neuer Geschäftsbereiche und institutionelle Partnerschaften geprägt ist.

Im Zentrum der Entwicklung steht dabei die Akquisition des Swap-Aggregators HoudiniSwap sowie die Positionierung als technischer Dienstleister für institutionelle Krypto-Produkte.

HoudiniSwap liefert erste nennenswerte Umsatzbeiträge

Ein wesentlicher Pfeiler der neuen Strategie ist die Übernahme von HoudiniSwap, die am 1. Juni abgeschlossen wurde. In dem darauf folgenden ersten Monat der Zugehörigkeit generierte dieser Bereich bereits einen Umsatz von rund 1,2 Millionen CAD.

Medienberichten zufolge erzielte HoudiniSwap dabei ein operatives Ergebnis von 685.000 CAD und eine EBITDA-Marge von über 60 Prozent. Der Beitrag zum bereinigten EBITDA lag für diesen Zeitraum bei etwa 768.000 CAD.

Bemerkenswert ist die Finanzierung dieser Expansion: Das Unternehmen gab bekannt, den Kauf über DeFi-Protokolle finanziert zu haben, ohne dabei Bestände aus der eigenen SOL-Treasury veräußern zu müssen.

Dieser Ansatz ermöglichte es Sol Strategies, die Liquidität für das Wachstum sicherzustellen und gleichzeitig die Position im Basiswert Solana aufrechtzuerhalten. Parallel dazu wurde das Management personell verstärkt: Jon Matonis übernahm im Zuge der strategischen Neupositionierung die Rolle des Chairman.

Institutioneller Ritterschlag durch VanEck-Partnerschaft

Im Staking-Sektor konnte Sol Strategies einen wichtigen Meilenstein verbuchen. Das Unternehmen agiert nun als Staking-Anbieter für den Solana ETF des Vermögensverwalters VanEck. Diese Zusammenarbeit gilt am Markt als institutionelle Validierung der technischen Infrastruktur.

Die Leistungsfähigkeit des eigenen Validator-Geschäfts unterstrich das Unternehmen mit einer Verfügbarkeit von 100 Prozent im Berichtszeitraum. Der hauseigene Orangefin-Validator lieferte im dritten Quartal eine durchschnittliche jährliche Rendite (APY) von 5,84 Prozent und übertraf damit den Netzwerkdurchschnitt von 5,53 Prozent.

Ergänzend dazu wurde mit STKESOL ein eigenes Liquid-Staking-Token eingeführt. Zum Start wurden bereits über 500.000 SOL über 75 verschiedene Validatoren eingezahlt. Dieses Produkt soll die Verknüpfung von Staking-Erträgen und Liquidität innerhalb des Solana-Ökosystems weiter vertiefen.

Hohe Bewertungsverluste belasten das Gesamtergebnis

Trotz der operativen Fortschritte im Neugeschäft bleibt die finanzielle Gesamtlage von den Schwankungen am Kryptomarkt und hohen Abschreibungen gezeichnet. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres wies Sol Strategies einen Nettoverlust von 119,36 Millionen CAD aus. Dieser resultierte maßgeblich aus Neubewertungsverlusten in Höhe von 61,95 Millionen CAD sowie realisierten Verlusten von 22,82 Millionen CAD.

Für das abgelaufene Quartal verzeichnete das Unternehmen zudem einen EBITDA-Verlust von mehr als 1,1 Millionen CAD. Um laufende Verpflichtungen zu bedienen, griff das Management auch auf selektive Verkäufe zurück: Am 8. Juni wurden 65.001 SOL für einen Erlös von rund 5,75 Millionen CAD veräußert. Zur Deckung künftiger Ausgaben hält sich das Unternehmen Optionen wie die Ausgabe neuer Aktien oder weitere Kreditaufnahmen offen.

Anleger blicken nun auf den 9. September, wenn das Solana-Hauptnetz das „Transaction V1“-Upgrade erhält. Diese technische Neuerung, die die maximale Transaktionsgröße deutlich erhöht, bildet das infrastrukturelle Umfeld, in dem sich Sol Strategies mit seinen neuen Plattform-Diensten behaupten muss.

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