Solana: Alarmsignal ignoriert?

Solana verzeichnet starkes Nutzerwachstum, doch die Zahl der Netzwerk-Validatoren sinkt drastisch. Analysten sehen drei Kursziele für 2026 vor dem Hintergrund eines strategischen Wandels.

Die Kernpunkte:
  • Aktive Adressen steigen, Validatoren schrumpfen
  • Strategischer Fokus auf Finanzinfrastruktur
  • Drei Analysten-Szenarien für 2026
  • Gebührenwachstum belastet Netzwerk-Ökonomie

Solana steht bei rund 123 Dollar – fast 60 Prozent unter dem Allzeithoch vom Januar 2025. Während die Zahl aktiver Adressen in die Höhe schießt, erleben die Validatoren des Netzwerks einen drastischen Rückgang. Wie passt das zusammen?

Netzwerknutzung boomt, Validatoren verschwinden

Die On-Chain-Daten zeichnen ein widersprüchliches Bild. Aktive Adressen haben sich seit Jahresanfang nahezu verdoppelt – von 2,5 auf 4,8 Millionen. Das Netzwerk verarbeitet weiterhin etwa 2,2 Milliarden Transaktionen pro Woche und liegt damit hinter Internet Computer auf Platz zwei.

Doch die Kehrseite: Die Zahl der täglichen Validatoren ist auf 789 gefallen – ein Rückgang von 43 Prozent seit 2025 und der niedrigste Stand seit Ende Dezember 2024. Im letzten Bärenmarkt sank die Validator-Zahl auf 675, während SOL innerhalb eines Monats um 30 Prozent von seinem damaligen Peak bei 260 Dollar abstürzte.

Die Gebührenstruktur verschärft das Problem: Die Gesamtgebühren sind im laufenden Zyklus um etwa 150 Prozent auf 1,23 Millionen Dollar gestiegen. Gleichzeitig sinken die monatlichen Transaktionen von über 2 Milliarden im Dezember auf bisher rund 1,58 Milliarden im Januar. Das Gebührenwachstum resultiert also nicht aus höherer Nutzung, sondern aus gestiegenen Kosten – ein Faktor, der die Validator-Ökonomie unter Druck setzt.

Von Memecoins zu Finanzinfrastruktur

Solana vollzieht einen strategischen Schwenk. Backpack-CEO Armani Ferrante brachte es in einem Interview auf den Punkt: „Die Leute beginnen wirklich, über Blockchains als eine neue Art von Finanzinfrastruktur nachzudenken. Es geht weniger um NFTs, weniger um zufällige Moonshot-Spiele und viel mehr um Finanz-Infrastruktur.“

Im Januar gab es mehrere bedeutende Launches:

  • Ondo Finance brachte am 21. Januar Global Markets auf Solana und tokenisierte über 200 TradFi-Assets
  • BitGos Börsengang lief nahezu in Echtzeit über Ondo Global Markets
  • Coinbase integrierte Solana vollständig und ermöglicht den Handel mit Millionen Token
  • Etherfuse startete KTB Stablebonds mit koreanischen Staatsanleihen
  • Backpack Wallet führte gebührenfreie Swaps und Bridging ein

Für 2026 stehen technische Updates an: Die Alpenglow Consensus Engine soll im dritten Quartal auf das Mainnet kommen. Das bereits 2025 implementierte Firedancer-Upgrade erreichte im Test eine Million Transaktionen pro Sekunde.

Drei Szenarien für 2026

Asset Manager 21Shares veröffentlichte heute seine Prognose für Solana mit drei Szenarien: Im Base Case liegt das Kursziel bei 150 Dollar (plus 21 Prozent), im Bull Case bei 197 Dollar (plus 57 Prozent) und im Bear Case bei 95 Dollar (minus 23 Prozent).

Die Frage ist nicht mehr, ob Solana technisch skalieren kann – das hat das Netzwerk bewiesen. Entscheidend wird sein, ob die zunehmende Ökonomisierung des Netzwerks zu nachhaltiger Wertschöpfung für SOL-Holder führt, während gleichzeitig die Validator-Basis unter kostengetriebenem Gebührenwachstum leidet.

Solana: Kaufen oder verkaufen?! Neue Solana-Analyse vom 27. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Solana-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Solana-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Solana: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...