Solana: DvP-Abwicklungsprogramm freigegeben

Das quelloffene Solana-Programm ermöglicht den gekoppelten Austausch von Vermögenswerten; Solana-ETFs verbuchten zuletzt Nettoabflüsse.

Die Kernpunkte:
  • DvP-System für Marktteilnehmer freigegeben
  • J.P. Morgan lieferte fachliche Anforderungen
  • Solana-ETFs verzeichneten 9,2 Millionen US-Dollar Abflüsse
  • Slot-Zielwert auf 250 Millisekunden gesenkt

Die Solana Foundation hat heute ein neues Abwicklungsprogramm für institutionelle Marktteilnehmer freigegeben. Unter dem Namen Solana DvP steht Entwicklern ab sofort ein quelloffenes System zur Verfügung, das Abwicklungen nach dem Prinzip „Lieferung gegen Zahlung“ (Delivery versus Payment) direkt auf der Blockchain ermöglicht.

Das unter MIT-Lizenz veröffentlichte Treuhandprogramm samt Programmierschnittstelle soll den gleichzeitigen Austausch von Vermögenswerten sicherstellen. Nach Angaben der Solana Foundation lieferte die US-Großbank J.P. Morgan fachlichen Input zu den Anforderungen institutioneller Abwicklungsprozesse. Zugleich stellte die Stiftung klar, dass J.P. Morgan das Programm weder entworfen noch entwickelt, genehmigt oder offiziell befürwortet hat.

Gegenwind am ETF-Markt

Die Vorstellung der neuen Infrastruktur fällt in eine Phase spürbarer Zurückhaltung unter institutionellen Investoren. Gestern verzeichneten die US-amerikanischen Spot-ETFs auf Solana Nettoabflüsse von 9,2 Millionen US-Dollar. Der Rückzug wurde maßgeblich durch Mittelabzüge bei den Produkten von Bitwise mit 7,1 Millionen US-Dollar sowie Fidelity mit 2,1 Millionen US-Dollar getrieben.

Am Kassamarkt reagiert die Kryptowährung verhalten auf die jüngsten Meldungen. Solana notiert heute bei 120,18 US-Dollar, was einem leichten Tagesverlust von 0,4 Prozent entspricht. Trotz dieser jüngsten Dämpfer hält sich der Kurs weiterhin 13 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.

Ausbau der finanziellen Basisinfrastruktur

Die Einführung des DvP-Standards schließt an eine Reihe institutioneller Schritte an. Am vergangenen Freitag ging mit Open USD ein neuer Stablecoin auf der Blockchain in Betrieb. Konzerne wie Visa, Mastercard, Shopify, Stripe und Coinbase sagten dabei mehr als eine Milliarde US-Dollar an Liquiditätsunterstützung für das Projekt zu.

Parallel zur Einführung neuer Finanzanwendungen treiben die Entwickler die technische Leistungsfähigkeit des Netzwerks voran. Ende September vermeldete die Solana Foundation eine Verkürzung der Slot-Produktionszeiten auf einen Zielwert von 250 Millisekunden, nachdem dieser zuvor bei 400 Millisekunden gelegen hatte.

Die Kombination aus schnellerer Taktung und standardisierten Abwicklungsmodellen zielt darauf ab, Solana als Plattform für regulierte Wertpapier- und Handelsgeschäfte zu etablieren.

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