Solana: ETF-Boom und Upgrade-Fantasie
Solana profitiert von starken ETF-Zuflüssen über 1 Mrd. Dollar und bereitet mit dem Alpenglow-Upgrade einen massiven Geschwindigkeitsschub vor. Kurs und Ökosystem zeigen positive Dynamik.

- ETF-Fonds verwalten über eine Milliarde Dollar
- Alpenglow-Upgrade soll Transaktionen extrem beschleunigen
- Kurs notiert über wichtiger Unterstützung bei 130 Dollar
- DeFi-Ökosystem und Stablecoin-Markt wachsen weiter
Solana startet mit Rückenwind ins Jahr 2026. Nach einer zähen Konsolidierungsphase kehrt Dynamik in Kurs, Netzwerk und DeFi-Ökosystem zurück – angefeuert von starken ETF-Zuflüssen und einem großen Technik-Upgrade in Sichtweite. Entscheidend ist nun, ob Solana diese Mischung aus institutioneller Nachfrage und technologischen Fortschritten in einen nachhaltigen Trend ummünzen kann.
Kursbild: Wichtige Marke zurückerobert
Nach wochenlangen Seitwärtsbewegungen hat SOL die charttechnisch wichtige Zone um 130 US‑Dollar zurückerobert und in eine erste Unterstützung gedreht. Damit hellt sich die kurzfristige Marktstruktur spürbar auf.
Aktuell notiert Solana bei 139,54 US‑Dollar und liegt damit rund 10 % seit Jahresbeginn im Plus, während der RSI mit 40,2 noch keinen überdehnten Markt signalisiert. Der Kurs bewegt sich damit komfortabel über dem 50‑Tage‑Durchschnitt von 131,26 US‑Dollar, bleibt aber deutlich – etwa 40 % – unter dem 52‑Wochen-Hoch. Der Abstand zum Tief der vergangenen zwölf Monate ist mit gut 17 % deutlich kleiner, was die Erholung der letzten Wochen unterstreicht.
Charttechnisch rückt kurzfristig die Zone um 139–140 US‑Dollar als unmittelbarer Widerstand in den Fokus. Auf der Unterseite gilt der Bereich um 130 US‑Dollar nun als erste Bewährungsprobe für die neu entstandene Unterstützung.
Institutionelles Interesse: Solana-ETFs über 1 Milliarde US‑Dollar
Ein zentraler Treiber der jüngsten Stärke kommt von der institutionellen Seite. Spot-ETFs auf Solana ziehen seit Wochen frisches Kapital an und haben inzwischen die Marke von 1 Milliarde US‑Dollar an verwaltetem Vermögen überschritten – rund 1,4 % der gesamten Marktkapitalisierung von SOL.
Besonders hervor stechen:
- Bitwise Solana Staking ETF (BSOL) mit rund 732 Mio. US‑Dollar und etwa 67 % Marktanteil
- Grayscale GSOL mit ca. 167 Mio. US‑Dollar
- Fidelity FSOL mit etwa 122 Mio. US‑Dollar
- VanEck VSOL mit rund 28 Mio. US‑Dollar und stabilen Zuflüssen
Am 5. Januar verzeichneten die Solana-ETFs Nettozuflüsse von 16,24 Mio. US‑Dollar – der höchste Tageswert seit Mitte Dezember. Über die Zeit summierten sich die Nettozuflüsse auf rund 792 Mio. US‑Dollar, bei bemerkenswerten 20 Tagen in Folge ohne Kapitalabflüsse. Das Handelsvolumen lag zuletzt bei etwa 43 Mio. US‑Dollar an einem Tag.
Besonders bemerkenswert: Während Bitcoin- und Ethereum-Produkte in Phasen jüngster Marktschwankungen Abflüsse hinnehmen mussten, blieben die Solana-ETFs im Plus. Marktbeobachter werten diese Abkopplung als Zeichen selektiver Zuversicht in die langfristigen Perspektiven des Netzwerks.
Alpenglow-Upgrade: Solana schärft das technische Profil
Konsenswechsel mit Tempo-Schub
Für 2026 steht mit dem Alpenglow-Upgrade ein technischer Meilenstein an. Die Änderung am Konsensmechanismus wurde im September 2025 von 99 % der Validatoren abgesegnet und soll die Art, wie das Netzwerk sich auf Blöcke einigt, grundlegend vereinfachen.
Der größte Hebel liegt bei der Finalität von Transaktionen:
Derzeit dauert es 12 bis 13 Sekunden, bis Transaktionen endgültig bestätigt sind. Mit Alpenglow soll diese Zeitspanne auf etwa 100 bis 150 Millisekunden fallen – ein rund Hundertfacher Geschwindigkeitsschub. Für Anwendungen mit hohen Einsätzen und sensiblen Finanztransaktionen wäre das ein deutlicher Wettbewerbsvorteil.
Das Upgrade besteht aus zwei Kernkomponenten:
- Votor: Neues Konsensverfahren, das Blöcke in einem Durchgang finalisiert, wenn 80 % der Validatoren antworten (oder in zwei Runden bei 60 % Teilnahme).
- Rotor: Vereinfachtes System für Datenweitergabe, das mehrstufige Relays durch direkte Kommunikation zwischen Validatoren ersetzt.
Alpenglow soll Ende 2025 zunächst ins Testnet gehen und Anfang 2026 im Mainnet ausgerollt werden. Gelingt dieser Schritt technisch reibungslos, wäre das ein starkes Signal für Solanas Anspruch als Hochleistungs-Finanzinfrastruktur.
Verbesserungen aus 2025 wirken nach
Bereits 2025 wurde die Basis spürbar gestärkt. Die verfügbare Blockkapazität stieg um etwa 25 %, was sich in niedrigeren Gebühren und einer flüssigeren Nutzung niederschlägt. Nach Aussagen aus dem Entwicklerumfeld fühlt sich das Netzwerk im Vergleich zum Vorjahr deutlich „glatter“ an, mit höherer Kapazität und schnellerer Ausführung.
Besonders die Memecoin-Welle Anfang 2025 wirkte wie ein Härtetest. Die extreme Aktivität trieb die täglichen Gebühren zeitweise auf Rekordwerte von 35 Mio. US‑Dollar und legte Engpässe offen, die anschließend adressiert wurden. Im Gegenzug zog sie eine neue Welle von DeFi-Teams an, die verstärkt auf Solana aufbauen.
DeFi-Wachstum und reale Assets
DeFi-Kennzahlen: Solana in der Spitzengruppe
Im DeFi-Bereich gehört Solana inzwischen zu den aktivsten Layer‑1-Netzwerken. Laut DefiLlama sind aktuell rund 9–10 Mrd. US‑Dollar an Total Value Locked (TVL) in Solana-Protokollen gebunden. Die Stablecoin-Marktkapitalisierung liegt bei etwa 15,3 Mrd. US‑Dollar und zeigt eine robuste Nachfrage nach Dollar-Token auf der Chain.
Parallel reift die Infrastruktur. Jito Labs arbeitet mit BAM (Block Auction Marketplace) an einem Marktplatz, der die Reihenfolge von Transaktionen transparenter und effizienter machen soll. Ziel ist es, neue Marktmechanismen zu ermöglichen, bessere Preisfindung zu erreichen und Anwendungen zu verbessern, indem die Vergabe von Blockspace klarer und marktorientierter organisiert wird.
Tokenisierte Realwerte: Solana positioniert sich
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Tokenisierung realer Vermögenswerte (Real World Assets, RWA). Ein prominentes Beispiel: Western Union will in der ersten Hälfte 2026 seinen USDPT-Stablecoin auf Solana bringen, in Partnerschaft mit Anchorage Digital Bank. Gleichzeitig plant das Unternehmen ein Digital Asset Network, das sein globales Netz von rund 400.000 Filialen als Auszahlungsstellen für Krypto nutzt.
Daneben treiben Akteure wie Gemini und Fidelity tokenisierte Staatsanleihen und Aktien auf Solana voran. Co‑Gründer Anatoly Yakovenko hatte bereits skizziert, dass der Stablecoin-Markt bis 2026 ein Volumen von 1 Billion US‑Dollar erreichen könnte – ein Umfeld, in dem sich Solana mit seiner Ausrichtung klar positionieren will.
Technische Marken und Ausblick
Kurzfristig richtet sich der Blick auf einige zentrale Kurszonen. Auf der Oberseite gilt der Bereich um 139–140 US‑Dollar als unmittelbarer Widerstand, bevor darüber Spannen zwischen rund 147 und knapp 156 US‑Dollar in den Fokus rücken. Auf der Unterseite liefert der Bereich um 130 US‑Dollar eine erste wichtige Unterstützung, darunter wären tiefere Niveaus wie der Bereich um das 52‑Wochen-Tief wieder relevant.
Fundamental kommt Solana mit drei Bausteinen in das neue Jahr: kontinuierlichen ETF-Zuflüssen von über 1 Mrd. US‑Dollar, einem bevorstehenden Konsens-Upgrade mit sub‑200‑Millisekunden-Finalität und einem gewachsenen DeFi- und Stablecoin‑Ökosystem. Die Entwicklung von Kurs und Akzeptanz in 2026 hängt nun maßgeblich davon ab, ob Alpenglow wie geplant umgesetzt wird und ob die institutionelle Nachfrage über die aktuellen ETF-Ströme hinaus stabil bleibt.
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