Solana: Institutionen kaufen die Erholung
Großinvestoren stocken Solana-Bestände auf, während der Kurs sich von seinem Wochentief erholt. ETFs und tokenisierte Assets treiben die Nachfrage.

- Forward Industries erhöht SOL-Bestand massiv
- Solana-ETFs überschreiten Milliarden-Marke
- Tokenisierte Real-World-Assets erreichen Rekord
- Kurs erholt sich um rund 19 Prozent
Während viele Privatanleger nach dem schwachen Juni noch zögern, kaufen große Adressen bei Solana in auffälligem Umfang zu. Der Kurs hat sich binnen einer Woche um rund 19 Prozent erholt — und ausgerechnet in dieser Phase steigen institutionelle Investoren ein, statt abzuwarten.
Solana notiert am 3. Juli bei rund 81 Dollar, nach einem Wochentief von 67,88 Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 47 Milliarden Dollar, damit rangiert der Token auf Platz 7 unter allen Kryptowährungen. Auf 24-Stunden-Sicht legte SOL zusätzlich rund 3,8 Prozent zu.
Forward Industries und ETFs treiben die Nachfrage
Forward Industries hat seine SOL-Bestände innerhalb einer Woche um mehr als 500.000 Token aufgestockt, ein Investment von etwa 38 Millionen Dollar. Damit hält das Unternehmen inzwischen mehr SOL als die drei nächstgrößeren Unternehmensinvestoren zusammen. Solche konzentrierten Käufe passen selten zu reiner Marktpanik — sie deuten eher auf einen gezielten Positionsaufbau hin.
Parallel überschritten die Spot-Solana-ETFs von Bitwise und Fidelity seit ihrem Start Ende 2025 die Marke von einer Milliarde Dollar verwaltetem Vermögen. Morgan Stanley hat zusätzlich einen eigenen Solana Trust beantragt und würde damit einen weiteren institutionellen Zugang zum Token schaffen.
Auch abseits der Kursbewegung zeigt sich reges Interesse: Das Volumen tokenisierter Real-World-Assets auf Solana erreichte am 2. Juli einen Rekordwert von 3,4 Milliarden Dollar. Die Stablecoin-Bestände auf der Chain liegen bei über 16 Milliarden Dollar — ein Zeichen für tiefe Liquidität, die institutionelle Akteure zunehmend als Abwicklungsschicht für Finanzprodukte nutzen.
Weiter Weg zum Rekordhoch
Trotz der Rallye trennen SOL noch immer rund 72 Prozent vom Allzeithoch bei knapp 295 Dollar. Technisch gilt die Marke von 73 Dollar als Unterstützung, während bei 80 Dollar der nächste Widerstand wartet. Ein Schluss darüber würde den Weg in Richtung 90 Dollar öffnen, für den weiteren Jahresverlauf gilt eine Spanne von 70 bis 105 Dollar als realistisch.
Der Analyst Michaël van de Poppe sieht in der 77-Dollar-Zone einen entscheidenden Trigger. Bestätigt sich dieser Bereich als Unterstützung, hält er ein Ziel von 125 bis 130 Dollar für erreichbar — ein Plus von rund 55 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Bis zum alten Rekordhoch müsste der Kurs dagegen um etwa 270 Prozent zulegen, was zeigt, wie viel Weg selbst bei anhaltendem institutionellem Rückenwind noch bleibt.
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