Solana: Mastercard und SpaceX am 12. Juni
Solana gewinnt Mastercard für KI-Zahlungen und SpaceX für tokenisierte Aktien, während der SOL-Kurs weiter fällt.

- Mastercard integriert Solana für KI-Zahlungen
- Tokenisierte SpaceX-Anteile auf Solana gestartet
- FTX-Konkursmasse verkauft weitere SOL-Bestände
- SOL-Kurs fällt auf 67 Dollar zurück
Der Solana-Blockchain gelang in dieser Woche ein institutioneller Doppelschlag: Mastercard integriert die Plattform für KI-Zahlungen, SpaceX-Aktien kommen tokenisiert auf die Kette. Die Kurse zeigen davon wenig.
Mastercard hat Solana in sein „Agent Pay for Machines“-Framework aufgenommen. Die Plattform ermöglicht KI-Agenten, automatisiert Mikrotransaktionen über Stablecoins abzuwickeln. Maschine-zu-Maschine-Zahlungen im großen Stil – Solana liefert dafür das Highspeed-Netzwerk.
Parallel dazu geht WalletConnect eine Partnerschaft mit Solana ein. Ab sofort können über 55 Millionen aktive Wallet-Nutzer SOL, USDC und USDT für Händlerzahlungen verwenden. Der Off-Ramp in Fiat-Währungen ist inbegriffen.
SpaceX auf der Blockchain
Ebenfalls am 12. Juni startete der tokenisierte SpaceX-Anteilsschein SPCX auf Solana. Das Produkt wird 1:1 von Backpack Securities gedeckt und rund um die Uhr handelbar sein. Anleger erhalten damit börsenähnliche Exposure – und können über den ACATS-Prozess jederzeit in reale Aktien zurückwechseln. Der Launch fällt mit dem SpaceX-IPO an der Nasdaq zusammen.
Ein starkes Signal für Solana als Plattform für Real-World Assets. Der gesamte RWA-Sektor auf dem Netzwerk verzeichnete in den letzten 30 Tagen ein Transfervolumen von 4,4 Milliarden Dollar.
Privatsphäre und Altlasten
Ebenfalls am Mittwoch: Der Infrastrukturanbieter Helius übernimmt Light Protocol. Ziel ist eine programmierbare Privacy-Layer auf Solana-Basis. Mit Zero-Knowledge-Technologie und ZK-Kompression lassen sich Token-Account-Kosten um bis zu 99 Prozent senken. Die Technik soll private Zahlungen und DeFi-Anwendungen skalierbar machen.
Doch die Altlasten des FTX-Kollapses drücken weiter. On-Chain-Daten zeigen: Die FTX/Alameda-Konkursmasse hat am 12. Juni rund 200.000 SOL im Wert von knapp 13 Millionen Dollar abgestoßen und an Börsen transferiert. Ein strukturiertes Liquidationsprogramm, das seit Ende 2023 läuft.
Ein neues Regulierungsfenster
Gleichzeitig öffnet sich der Markt für Derivate: Kalshi hat unter CFTC-Aufsicht SOL-Perpetual-Futures gestartet. Institutionelle Hedging-Möglichkeiten entstehen – ein positiver Kontrapunkt zum anhaltenden Liquiditätsdruck.
Der SOL-Kurs steht derweil bei 67 Dollar. Rund 29 Prozent Minus im letzten Monat, fast 60 Prozent Verlust auf Jahressicht. Das 52-Wochen-Hoch bei 253 Dollar wirkt wie eine ferne Erinnerung. Der RSI von 34,7 liegt im überverkauften Bereich – ein erstes Warnsignal, noch kein Kaufsignal. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 101 Dollar bleibt eine klar definierte Hürde nach oben.
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