Solana: Morgan Stanley plant Staking-ETF
Morgan Stanley reicht Antrag für Solana-ETF mit Staking-Komponente ein. Das Netzwerk verzeichnet Rekordtransaktionen und technische Upgrades.

- ETF mit Staking-Belohnungen geplant
- Netzwerk erreicht Transaktionsrekorde
- Blockzeit soll halbiert werden
- Western Union plant Stablecoin auf Solana
Morgan Stanley setzt auf Solana. Während andere Schwergewichte wie Goldman Sachs ihre Positionen abbauen, plant die US-Großbank einen börsengehandelten Fonds mit einer Besonderheit. Der geplante ETF soll nicht nur den Kurs abbilden, sondern durch Staking zusätzliche Erträge generieren.
Rendite durch Netzwerk-Absicherung
Der jüngste Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC sieht vor, dass der Fonds mit dem Kürzel MSOL direkt in Solana investiert. Ein Teil der Bestände soll an Drittanbieter delegiert werden, um Belohnungen für die Absicherung des Netzwerks zu erzielen. Diese Erträge fließen direkt in den Nettoinventarwert des Produkts zurück.
Damit unterscheidet sich das Vorhaben von passiven Bitcoin-ETFs, die lediglich die Preisentwicklung tracken. Die Strategie scheint auf Interesse zu stoßen: In den vergangenen drei Wochen flossen rund 110 Millionen US-Dollar in Solana-Anlageprodukte. Goldman Sachs hat sich derweil laut Marktberichten von seinen entsprechenden Positionen getrennt.
Schnellere Blöcke, reale Werte
Technisch bereiten Entwickler das Netzwerk auf höhere Geschwindigkeiten vor. Ein aktueller Vorschlag sieht vor, die Blockzeit schrittweise von 400 auf 200 Millisekunden zu halbieren. Ziel sind schnellere Transaktionen und eine verbesserte Finalität für Trader.
Die Aktivität auf der Blockchain erreichte zuletzt Rekordwerte. Im ersten Quartal 2026 stieg die Zahl der täglichen Transaktionen auf durchschnittlich 112,6 Millionen. Das entspricht einem Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Parallel dazu wuchs der Markt für Real-World-Assets auf der Plattform deutlich. Das Volumen in diesem Segment erreichte zuletzt rund zwei Milliarden US-Dollar.
Auch die reale Wirtschaft nutzt die Infrastruktur zunehmend für Zahlungsströme. Western Union plant den Start eines eigenen Stablecoins auf Solana, um Kryptowallets mit dem globalen Bargeldnetzwerk zu verknüpfen. Kooperationen mit Google Cloud und AirAsia MOVE unterstreichen diesen Trend.
Trotz der operativen Fortschritte notiert der Kurs aktuell bei 85,22 US-Dollar. Seit Jahresbeginn verlor Solana damit knapp 33 Prozent an Wert. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 31,9 Punkten deutet die technische Indikation auf eine überverkaufte Situation hin.
Die technische Weiterentwicklung und der Vorstoß großer Vermögensverwalter markieren eine neue Phase für das Netzwerk. Am 21. Mai wurde bereits eine wichtige Software-Aktualisierung zur Beschleunigung der Blockzeiten übernommen. Nun entscheidet die SEC über die Zulassung des MSOL-ETFs.
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