Solana: Netzwerk gewinnt Tempo
Die Blockchain Solana verzeichnet starkes Wachstum bei Nutzern und Kapitalzuflüssen und bereitet mit dem Alpenglow-Upgrade eine drastische Beschleunigung der Transaktionsfinalität vor.

- Deutlicher Anstieg aktiver Nutzer und DEX-Volumen
- Starke Nettozuflüsse bei Stablecoins im Vergleich zu Ethereum
- Alpenglow-Upgrade soll Finalität auf Millisekunden senken
- Morgan Stanley beantragt ersten Banken-Solana-ETF
Solana startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Die Blockchain meldet steigende Nutzerzahlen, kräftige Kapitalzuflüsse in Form von Stablecoins und bereitet zugleich tiefgreifende technische Upgrades vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob diese Kombination Solana dauerhaft als Infrastruktur für schnelle Finanzanwendungen etablieren kann.
Starke On-Chain-Daten und Kapitalzuflüsse
Die Aktivität auf der Kette zieht deutlich an. In den vergangenen sieben Tagen wurden rund 453,5 Millionen Transaktionen verarbeitet – ein Plus von 17 % im Wochenvergleich. Die volatile Kursentwicklung scheint die Nutzung also kaum zu bremsen.
Noch klarer wird der Trend beim Blick auf Nutzer- und Handelsdaten:
- Aktive Nutzer (7 Tage): 18,28 Millionen (+23 % Woche auf Woche)
- DEX-Volumen (7 Tage): 52,4 Mrd. US‑Dollar (+20 % Woche auf Woche)
- Netzwerkgebühren (wöchentlich): rund 5 Mio. US‑Dollar
Damit lag Solana im betrachteten Zeitraum bei den aktiven Nutzern vor allen anderen Blockchains. Das wachsende Volumen auf dezentralen Börsen wertet der Markt als Zeichen dafür, dass Trader die niedrigen Kosten und hohen Transaktionsgeschwindigkeiten intensiv nutzen.
Parallel dazu verschiebt sich Kapital zwischen den großen Netzwerken. On-Chain-Daten vom 17. Januar 2026 zeigen eine auffällige Divergenz bei den Stablecoin-Strömen:
- Solana: +532 Mio. US‑Dollar (24 Stunden)
- Tron: +395 Mio. US‑Dollar
- Ethereum: –200 Mio. US‑Dollar
Die deutlichen Zuflüsse Richtung Solana sprechen für eine zunehmende Präferenz von Tradern und Liquiditätsanbietern für dieses Ökosystem. Setzt sich diese Rotation fort, dürfte das die Basis für weitere Aktivität und potenzielles Kurswachstum stärken.
Kursseitig spiegelt sich die wiederentdeckte Stärke bislang moderat wider: SOL notiert aktuell bei 142,27 US‑Dollar, was einem Plus von gut 12 % seit Jahresanfang entspricht, bleibt aber deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch.
Alpenglow: Solana zielt auf Millisekunden
Die wohl wichtigste Entwicklung für 2026 ist das Alpenglow-Upgrade. Das Protokoll-Update wurde bereits im September 2025 mit 98 % Zustimmung der Validatoren beschlossen und soll in der ersten Jahreshälfte 2026 live gehen. Es bringt einen grundlegenden Umbau des Konsensmechanismus mit sich.
Kernpunkte von Alpenglow:
- Verkürzung der Transaktionsfinalität von bislang rund 12,8 Sekunden auf etwa 100–150 Millisekunden
- Wegfall der Voting-Transaktionsgebühren für Validatoren
- Einführung neuer Off-Chain-Voting-Komponenten („Votor“ und „Rotor“)
- Ablösung der bestehenden Proof-of-History- und Tower-BFT-Systeme
Ziel ist es, Solana als Infrastruktur für Anwendungen mit besonders hohen Anforderungen an Geschwindigkeit und Abwicklungssicherheit zu positionieren – etwa im institutionellen Handel, bei Derivaten oder anderen „High-Stakes“-Finanzanwendungen. Gelingt die Umsetzung, könnte sich der Geschwindigkeitsvorsprung gegenüber anderen Netzwerken weiter vergrößern.
Nächstes Upgrade: SIMD-0266 und P-Token-Standard
Für Ende 2026 ist mit SIMD-0266 bereits das nächste größere Protokoll-Update terminiert. Es führt den neuen P-Token-Standard ein, der das bisherige SPL-Tokenprogramm ablösen soll.
Die Entwickler stellen insbesondere folgende Verbesserungen heraus:
- Bis zu 98 % geringerer Ressourcenverbrauch
- „Zero-Copy“-Zugriff auf Daten
- Freisetzung von rund 12 % der bisherigen Blockkapazität
Damit zielt Solana auf eine effizientere Nutzung der Blockspace-Ressourcen. Für Anwendungen und DeFi-Protokolle könnte das langfristig niedrigere Kosten und mehr Spielraum bei der Skalierung bedeuten.
Entwickleraktivität und institutionelles Interesse
Auch auf der Entwicklerseite bleibt das Ökosystem aktiv. Laut den am 16. Januar 2026 veröffentlichten Kennzahlen von Santiment rangiert Solana bei der Entwicklungsaktivität auf Platz zwei hinter Chainlink. Dahinter folgen Wormhole, Swarms und Pyth – allesamt Projekte, die eng mit der Solana-Welt verknüpft sind oder darauf aufbauen. Die Daten deuten darauf hin, dass trotz Marktschwankungen weiter intensiv an neuen Funktionen und Anwendungen gearbeitet wird.
Institutionelle Investoren bleiben ebenfalls im Spiel, auch wenn es kurzfristige Gegenbewegungen gibt. US‑Solana‑Spot‑ETFs verzeichneten am 16. Januar einen Nettoabfluss von 2,2 Mio. US‑Dollar. Während der Fidelity‑ETF FSOL Zuflüsse verbuchte, kam es bei 21Shares TSOL und Grayscale GSOL zu Abflüssen. Insgesamt ist die Bilanz seit dem Start der Produkte im Oktober 2025 jedoch weiterhin positiv.
Ein weiteres Signal kommt von der Wall Street: Morgan Stanley hat Anfang Januar 2026 bei der US‑Börsenaufsicht SEC Anträge für Krypto-ETFs eingereicht, darunter einen Solana Trust. Es wäre das erste von einer Großbank aufgelegte ETF-Produkt für SOL, das sich explizit an Privatkunden richtet.
Technisches Bild und Ausblick auf 2026
Charttechnisch hat Solana in dieser Woche einen wichtigen Schritt gemacht: Der Ausbruch über einen mehrmonatigen Widerstandsbereich wird von Analysten als Ende einer längeren Seitwärtsphase auf der Oberseite gewertet. Wichtige Marken auf der Ober- und Unterseite bleiben:
- Nächster Widerstand: 155,82 US‑Dollar
- Größerer Widerstand: 172,72 US‑Dollar (200‑Tage-Durchschnitt)
- Unterstützungszone: 137,70–143,40 US‑Dollar
Für den weiteren Verlauf von 2026 werden mehrere Faktoren entscheidend sein: die erfolgreiche Implementierung des Alpenglow-Upgrades in der ersten Jahreshälfte, Fortschritte beim P-Token-Standard im Rahmen von SIMD-0266 sowie die Entwicklung der institutionellen Produkte rund um SOL. Zusammen mit den aktuell starken On-Chain-Daten und den auffälligen Stablecoin-Zuflüssen ergibt sich damit eine Ausgangslage, in der Solana in diesem Jahr sowohl technologisch als auch marktseitig wichtige Weichenstellungen erleben dürfte.
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