Solana: Rekordnutzung, schwacher Kurs

Trotz wöchentlich fast einer Milliarde Transaktionen fällt der Solana-Kurs weiter. Technische Marken und Kapitalabflüsse bestimmen die kurzfristige Entwicklung.

Die Kernpunkte:
  • Fast eine Milliarde wöchentliche Transaktionen
  • Kurs scheitert an 80-Dollar-Marke
  • Institutionelles Interesse wächst trotzdem
  • Kapitalabflüsse belasten die Kursentwicklung

Fast eine Milliarde Transaktionen in einer Woche, im Schnitt 150 Millionen pro Tag – und trotzdem gibt der Kurs nach. Bei Solana klafft aktuell eine auffällige Lücke zwischen Netzwerkaktivität und Chartverlauf. Diese Diskrepanz treibt derzeit die Diskussion im Ökosystem an.

Käufer scheitern seit Wochen an der 80-Dollar-Marke

Am 3. August notierte SOL bei 72,59 Dollar, ein Minus von 1,28 Prozent. Bereits am 31. Juli war die Unterstützung bei 73,40 Dollar gebrochen, seither behalten die Verkäufer die Kontrolle. Seit dem 9. Juli scheitern Käufer wiederholt an der runden Marke von 80 Dollar – ein Muster, das sich seit April 2025 durch einen übergeordneten Abwärtstrend zieht.

Die technischen Indikatoren zeichnen ein gemischtes Bild. Der RSI steht bei 44,37, der MACD bleibt mit minus 0,24 im negativen Bereich. Bevor eine Erholung Richtung 74 oder 75 Dollar möglich wird, müsste der Kurs zunächst die Marke von 72,99 Dollar zurückerobern. Scheitert das, rücken 64,10 und 60,10 Dollar als nächste Abwärtsziele ins Blickfeld.

Institutionelles Interesse trifft auf schwache Kapitalflüsse

Fundamental hat sich am Netzwerk zuletzt einiges getan. Morgan Stanley brachte einen Spot-ETF mit einer Gebühr von 0,14 Prozent an den Markt, MoneyGram betreibt inzwischen einen eigenen Validator im Solana-Netzwerk. Diese Entwicklungen unterstreichen das wachsende institutionelle Interesse.

Trotzdem verzeichneten Solana-Anlageprodukte zuletzt Wochenabflüsse von 17 Millionen Dollar. Das zeigt: Trotz starker Nutzungsdaten fließt derzeit netto Kapital ab statt zu. Bei einer Marktbewertung von rund 42 Milliarden Dollar bräuchte es für eine spürbare Kursverdopplung entsprechend viel frisches Geld – eine Hürde, die bei den aktuellen Abflüssen schwer zu nehmen ist.

Kurzfristig bleibt die Marke von 72,99 Dollar der entscheidende Prüfstein. Wird sie zurückerobert, öffnet sich der Weg Richtung 75 Dollar. Bleibt sie außer Reichweite, drohen weitere Rücksetzer in Richtung der 60-Dollar-Zone.

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