Solana: Zwei Baustellen

Solana erhält durch Jupiter neue DeFi-Aktivität und institutionelle Investitionen, während ein Vorschlag zur Halbierung der Staking-Renditen diskutiert wird.

Die Kernpunkte:
  • Polymarket kommt erstmals über Jupiter auf Solana
  • ParaFi investiert 35 Millionen Dollar in JUP-Token
  • SIMD-0411 könnte Staking-Erträge deutlich senken
  • Solana-Kurs erreicht neues Jahrestief bei 102,72 Dollar

Solana bekommt gerade Rückenwind aus dem eigenen Ökosystem – und gleichzeitig steht eine heikle Grundsatzentscheidung im Raum. Einerseits holt der DEX Jupiter den bekannten Prognosemarkt Polymarket ins Netzwerk und meldet frisches institutionelles Kapital. Andererseits wird über eine deutliche Senkung der SOL-Inflation diskutiert, die das Staking-Ökosystem spürbar verändern könnte.

Jupiter holt Polymarket auf Solana

Jupiter hat gestern (1. Februar) angekündigt, Polymarket zu integrieren – laut Bericht der erste Aufschlag des führenden Prediction-Markets auf Solana. Nutzer sollen Prognosemärkte künftig direkt „on-chain“ innerhalb der Jupiter-App handeln können. Dafür ist ein eigener „Prediction“-Tab geplant.

Jupiters Co-Founder „meow“ machte zudem klar, dass „Jupiter predict“ in den nächsten zwölf Monaten ein Schwerpunkt werden soll. Genannt wurden unter anderem APIs für Prognosemärkte, bessere Tools zur Marktsuche und neue Handelsmechanismen. Das zielt vor allem auf mehr Liquidität und eine niedrigere Reibung für Nutzer: weniger App-Wechsel, mehr Aktivität direkt im Solana-Umfeld.

35 Millionen Dollar – und ein Signal an den Markt

Parallel zur Polymarket-News meldete Jupiter eine strategische Investition von 35 Millionen US-Dollar in den JUP-Token durch ParaFi Capital. Abgewickelt werde der Deal vollständig in JupUSD (Jupiters Dollar-Token), abgeschlossen zum Spot-Preis. Außerdem: ParaFi habe sich auf eine verlängerte Lockup-Phase eingelassen.

Auch die Größenordnung von Jupiter unterstreicht, warum das für Solana relevant ist. Laut den im Bericht zitierten Daten liegt der Total Value Locked bei rund 2,35 Milliarden US-Dollar. Dazu kommen annualisierte Gebühren von knapp 650 Millionen US-Dollar sowie ein annualisierter Protokollumsatz von rund 150 Millionen US-Dollar. Kurz gesagt: Das ist keine Nische mehr, sondern ein Schwergewicht im Solana-DeFi.

Wichtigste Punkte im Überblick:
– Polymarket kommt via Jupiter erstmals auf Solana
– 35 Mio. US-Dollar strategisches JUP-Investment von ParaFi (Settlement in JupUSD)
– Fokus „Jupiter predict“ für die nächsten 12 Monate angekündigt

SIMD-0411: Weniger Inflation, weniger Staking-Ertrag?

Unabhängig davon läuft im Solana-Netzwerk weiter die Debatte über SIMD-0411. Der Vorschlag stammt aus November 2025 und kommt von Helius-CEO Mert Mumtaz. Ziel: Die Disinflation soll von 15% auf 30% pro Jahr verdoppelt werden.

Was würde das konkret ändern? Laut Galaxy Research (zitiert im Quelltext) würde Solana das langfristige Inflationsziel von 1,5% bereits Anfang 2029 erreichen – statt erst 2032. Gleichzeitig würden über sechs Jahre etwa 22,3 Millionen SOL weniger emittiert. Der Preis dafür: sinkende nominale Staking-Renditen. Genannt wird ein Rückgang von 6,41% auf etwa 2,42% bis zum dritten Jahr. Zudem schätzt der Vorschlag, dass rund 47 Validatoren innerhalb von drei Jahren unprofitabel werden könnten.

Genau hier liegt der Zielkonflikt: Eine schnellere Reduktion der Emissionen kann SOL knapper machen – aber sie kann auch die wirtschaftliche Basis eines Teils der Validatoren und die Attraktivität von Staking-Erträgen verändern. Das dürfte spannend werden, weil es direkt in die Mechanik des Netzwerks greift.

Zum Marktbild passt: SOL notiert heute bei 102,72 US-Dollar und markiert damit ein frisches 52‑Wochentief.

In den kommenden Monaten dürfte vor allem der Ausgang der SIMD-0411-Abstimmung den Ton angeben: Eine beschleunigte Disinflation würde die Emissionskurve und damit auch Staking-Ökonomie und DeFi-Yields messbar verschieben – während Jupiter mit Polymarket und dem ParaFi-Deal parallel versucht, die Aktivität im Solana-DeFi weiter nach oben zu ziehen.

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