SolarWorld: Ist das Tief überwunden?

Die Aktie von SolarWorld rauschte Anfang November senkrecht gen Süden und die Marktteilnehmer warfen ihre Anteilsscheine zuhauf auf den Markt. Der Grund hierfür lag in einem Bericht des „Wall Street Journal“ bezüglich des Rechtsstreites mit dem US-Unternehmen Hemlock.

 

© Solarworld AG
© Solarworld AG

Die Reaktion des Vorstandes von SolarWorld erfolgte umgehend, aber so ganz konnte damit der doch erhebliche Wertverlust der Aktie nicht mehr wettgemacht werden. Seither lagen die Papiere in einem Seitwärtstrend zwischen 8,00 bis 10,00 Euro, der im Januar mit einem erneuten Abrutschen des Kurses bis auf 4,95 Euro beendet wurde. Von diesem Niveau konnte sich die Aktie jedoch zwischenzeitlich wieder deutlich erholen, wenn auch das alte Kursniveau in weiter Ferne liegt.

 

SolarWorld knackt eigene Zielmarken

Heute präsentierte SolarWorld die vorläufigen Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr, welche durchaus dazu dienen könnten, der Aktie neuen Aufwind zu verleihen. Dem Konzern gelang es in 2015, den konzernweiten Absatz um 33% gegenüber dem Vorjahr auf 1.159 Megawatt zu steigern. Die USA blieb mit einem Anteil von 50% der größte Einzelmarkt. Innerhalb Deutschlands stieg die Absatzmenge um mehr als 60% und entwickelte sich damit deutlich gegen den Markttrend, welcher ein Minus von 30% verzeichnete.

Der Konzernumsatz stieg ebenfalls um 33% auf 763 Mio. Euro. Das EBITDA konnte SolarWorld auf 35 Mio. Euro verbessern und die liquiden Mittel stiegen von 177 Mio. Euro im Vorjahr auf 189 Mio. Euro. Beim EBIT verzeichnete der Konzern eine Verbesserung auf -10 Mio. Euro.

Die eigenen Ziele konnte der Konzern damit übertreffen. Zielsetzung war es, eine Absatzmenge von mehr als 1 Gigawatt und einen Umsatz von mehr als 700 Mio. Euro ausweisen zu können.

 

Ausblick bleibt positiv

Auch für das laufende Geschäftsjahr sieht sich SolarWorld gut aufgestellt. Per Ende Januar wurden bereits Absätze und Aufträge mit einem Volumen von 580 Megawatt verzeichnet und damit mehr als die Hälfte der gesamten Absatzmenge des vergangenen Jahres.

Ziel ist es, den Konzernumsatz analog zur Absatzmenge um über 20% in diesem Jahr zu steigern und damit einen Umsatz von bis zu 1 Mrd. Euro zu generieren. Zugleich soll ein positives EBIT im zweistelligen Millionenbereich erzielt werden.

 

Kommt der Kurs wieder in Schwung?

Die Reaktion des Marktes scheint zuerst einmal positiv zu sein. Vorbörslich ging es bereits um mehr als 7% aufwärts. Damit rückt der Widerstand bei 9,00 Euro ein gutes Stück näher und es ist nicht ausgeschlossen, dass diese Marke überwunden werden kann. Dann wäre der Weg in Richtung 10,00 Euro erst einmal frei.

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