Sonova im freien Fall

Der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova legte heute seine Zahlen für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres vor. Richtig glücklich machten diese allerdings nicht. Das deutlich unter den Erwartungen liegende Geschäft mit Hörimplantaten und der starke Schweizer Franken belasteten das Ergebnis.

 

© Sonova Group
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Insgesamt lag der Umsatz im ersten Halbjahr bei 1 Mrd. Schweizer Franken, was einem Plus von 6,7% in Lokalwährungen und 1,3% in Schweizer Franken entspricht. Das EBITA errichte 195,8 Mio. Euro und damit einen Verlust von 9,3% in Schweizer Franken. Der Gewinn nach Steuern sank um 9,4% auf 157,3 Mio. Schweizer Franken.

Das größte Wachstum mit einem Zuwachs von 9% wurde in Europa, dem Mittleren Osten und in Afrika erzielt. Durch die ungünstigen Wechselkursentwicklungen sank jedoch der Anteil am Konzernumsatz von zuvor 43% auf 42%.

 

Bruttomarge rückläufig

Der Bruttogewinn lag unter dem Strich bei 661,3 Mio. Schweizer Franken. Dies entspricht einem Plus von 3,5% in Lokalwährungen. Die Bruttomarge sank von 68,8% im Vorjahreszeitraum auf 65,9%.

Der operative Free Cashflow konnte um 3,9% auf 147,2 Mio. Schweizer Franken gesteigert werden. Das Eigenkapital belief sich auf 1,76 Mrd. Euro. Im Rahmen des seit Dezember 2014 laufenden Aktienrückkaufprogramms hat Sonova im ersten Geschäftshalbjahr insgesamt 747.500 Aktien für 99,1 Mio. Schweizer Franken zurückgekauft.

 

Vorstand von Sonova passt die Prognose an

Für den Rest des Geschäftsjahres wollen die Schweizer weiteres Umsatzwachstum generieren. Besonders der Bereich Hörimplantate war laut Unternehmensangaben zum Ende des ersten Halbjahres wieder von Wachstum gekennzeichnet, wenn auch die gesetzten Ziele nicht erreicht werden konnten.

Aus diesem Grund wurde die Prognose vom Vorstand entsprechend angepasst. Nachdem man bisher von einem Wachstum zwischen 7 bis 9% ausgegangen war, erwartet Sonova jetzt ein Wachstum von 6 bis 8% in Lokalwährungen. Das EBITA soll zwischen 3 bis 7% in Lokalwährungen gesteigert werden. Zuvor ging man hier von einem Plus von 9 bis 13% aus.

 

Aktie im Sinkflug

Die Reaktion des Marktes spricht für sich. Die Aktie verlor heute bereits 7,68% und notiert derzeit bei 123,80 Schweizer Franken. Damit wurde auch die wichtige Unterstützung bei 124,00 Schweizer Franken durchbrochen, was weitere Verluste nach sich ziehen könnte.

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Hier geht das Vertrauen der Marktteilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes den Bach runter und zeigt deutlich, dass man den Optimismus des Konzerns nicht teilt.

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