S&P 500: Chiptitel drücken, Iran-Sanktionen kalt

Technologiewerte belasten den S&P 500, während der Dow zulegt. Nvidia-Quartal und Inflationsdaten rücken in den Fokus.

Die Kernpunkte:
  • S&P 500 verliert zum Wochenauftakt
  • Nvidia-Aktie fällt vor Quartalszahlen
  • Tesla-Rückrufaktion in China belastet
  • Goldpreis nähert sich 4.700 Dollar

Der marktbreite Index gab zum Wochenauftakt um 0,28 Prozent auf 7.652,86 Punkte nach. Verantwortlich dafür war vor allem die Schwäche im Technologiesektor, während Standardwerte im Dow Jones Industrial mit einem Plus von 0,26 Prozent auf 53.417,16 Zähler gegenhielten.

Der Blick der Anleger richtete sich auf Mittwoch. Dann öffnet Nvidia die Bücher zum Quartal, und die Nervosität davor war bereits am Montag spürbar. Der Chip-Konzern verlor 2,9 Prozent, Spekulationen über Preiserhöhungen wegen steigender Kosten belasteten zusätzlich.

Ein Deutsche-Bank-Analyst wies darauf hin, dass die Aktie nach den vergangenen vier Quartalsberichten jeweils nachgegeben hatte — die positiven Überraschungen fielen zuletzt schwächer aus als früher.

Halbleiter im Sog, Tesla unter Druck

Im Gefolge der Nvidia-Sorgen gerieten auch Arm Holdings, Applied Materials, Intel, Micron und SanDisk unter Druck, teilweise mit Verlusten von bis zu 6,5 Prozent. Tesla verlor 3,8 Prozent — belastet von einer Rückrufaktion in China, die knapp drei Millionen Elektrofahrzeuge wegen Problemen mit versenkbaren Türgriffen betrifft. Unter den Magnificent Seven zeigten sich Alphabet, Amazon, Apple, Meta und Microsoft dagegen im Plus.

Die von US-Finanzminister Scott Bessent angekündigten verschärften Wirtschaftssanktionen gegen den Iran bewegten die Wall Street kaum. Ziel der Maßnahmen ist es, Druck auf Teheran aufzubauen, damit die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus wieder frei zugänglich bleibt. Der Iran drohte im Gegenzug mit schweren Konsequenzen für einen möglichen Wirtschaftskrieg — an den US-Börsen sorgte das jedoch für keine spürbare Reaktion.

Anleihemarkt und Gold ziehen Aufmerksamkeit

Deutlich mehr Bewegung gab es abseits der Aktienindizes. Der Dollar-Index gab nach, belastet von Sorgen über die US-Fiskalpolitik und einer wenig überzeugenden Intervention des Finanzministeriums zur Stabilisierung der Anleiherenditen. Gold profitierte davon kräftig und näherte sich der Marke von 4.700 Dollar je Feinunze, nach einem Wochenplus von gut fünf Prozent.

Zusätzliche Unsicherheit brachte der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und Kanada, nachdem Präsident Trump mit einer Anhebung der Zölle auf kanadische Autos, Autoteile und Stahl auf 50 Prozent gedroht hatte. Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte „Dollar für Dollar“-Vergeltungsmaßnahmen an — ein Konflikt, der die Marktstimmung in den kommenden Wochen weiter belasten dürfte.

Die Woche bleibt vollgepackt mit Terminen: Am Mittwoch legt Nvidia Zahlen vor, am selben Tag stehen wichtige Inflationsdaten an. Den Abschluss bildet am Freitag die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh beim Jackson-Hole-Symposium — ein Termin, der weitere Hinweise zur Zinspolitik liefern dürfte.

Anzeige

S&P 500: Kaufen oder verkaufen?! Neue S&P 500-Analyse vom 25. August liefert die Antwort:

Die neusten S&P 500-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für S&P 500-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

S&P 500: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu S&P 500